Bei Pegida-Demo gefilmt

Hutbürger bei Pegida Dresden: LKA-Mitarbeiter fordert Geld vom ZDF

Dresden - Der als „Hutbürger“ bekannt gewordene Dresdner Maik G. fordert eine Entschädigung in fünfstelliger Höhe vom ZDF. Das berichtet der „Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe.

14.06.2019, 12:14

Der als „Hutbürger“ bekannt gewordene Dresdner Maik G. fordert eine Entschädigung in fünfstelliger Höhe vom ZDF. Das berichtet der „Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe.

Der ehemalige Mitarbeiter des sächsischen Landeskriminalamtes war bekannt geworden, als er im August 2018 lautstark gegen die Arbeit eines ZDF-Kamerateams protestiert hatte. Die Beamten hatten damals Pegida-Demonstranten gefilmt, die auf dem Weg zu einer Kundgebung gegen den Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel waren.

Maik G. war damals mit Sonnenbrille und Deutschland-Hut offensiv auf den Kameramann zugegangen und hatte diesen aufgefordert, seine Arbeit zu beenden. Sätze wie „Sie haben mich ins Gesicht gefilmt“ und „wir gehen jetzt zur Polizei“ erregten bundesweit Aufmerksamkeit, da die Dresdner Beamten den Kameramann anschließend für rund 45 Minuten festhielten. Die Polizei hatte sich später beim ZDF für das Vorgehen entschuldigt.

Maik G. wurde schließlich vom LKA auf eine andere Stelle versetzt. Sein Anwalt, der AfD-Politiker Maximilian Krah, sagte laut Spiegel, sein Mandant sei nur „gelegentlich“ Teilnehmer der asyl- und islamfeindlichen Pegida-Demos gewesen. Durch die Berichterstattung habe er arbeitsrechtliche Konsequenzen erlitten und sei deutschlandweit verunglimpft worden.

Man hätte den Mann nicht unverpixelt zeigen dürfen“, so Krah. Der Mann sei keine Person der Zeitgeschichte, zudem habe er sich nur auf dem Weg zu einer Demo gefunden. Er habe den Kameramann „irrtümlich für einen Antifa-Fotografen“ gehalten, so Krah laut „Spiegel“. (mz/dpa)