Irrer Beschluss

Dresdner Lokalpolitiker wollen das Internet abschalten

Dresden - In Dresden haben Kommunalpolitiker beschlossen, dass sie in diesem Jahr zwei Mal das Internet abschalten wollen. Passiert ist die Posse im Stadtteilparlament des Szene-Stadtteils Dresden-Neustadt. Dort sollte eigentlich auf Vorschlag der FDP beschlossen werden, dass lokale Verkaufsstellen an zwei Sonntagen öffnen ...

In Dresden haben Kommunalpolitiker beschlossen, dass sie in diesem Jahr zwei Mal das Internet abschalten wollen. www.imago-images.de

In Dresden haben Kommunalpolitiker beschlossen, dass sie in diesem Jahr zwei Mal das Internet abschalten wollen. Passiert ist die Posse im Stadtteilparlament des Szene-Stadtteils Dresden-Neustadt. Dort sollte eigentlich auf Vorschlag der FDP beschlossen werden, dass lokale Verkaufsstellen an zwei Sonntagen öffnen dürfen.

Dabei hatten die Liberalen, deren Vertreter laut dem lokalen Blog „Neustadt-Geflüster“ selbst nicht bei der Sitzung anwesend war, aber nicht mit der „Partei“ gerechnet. Deren Vertreterin beantragte, das Wort „Verkaufsstelle“ durch „Internet“ und die Formulierung „öffnen dürfen“ durch „abzuschalten“ zu ersetzen – und kam damit durch.

Antrag auf Internet-Abschaltung findet Mehrheit

Sowohl ihr Änderungsantrag als auch der nun völlig neue Antrag wurden mehrheitlich beschlossen. Damit muss sich Dresdens Oberbürgermeister nun streng genommen dafür einsetzen, dass an zwei noch nicht festgesetzten Sonntag in der Dresdner Neustadt das Internet abgeschaltet wird.

„Ich wollte deutlich machen, dass das Internet natürlich die größte Konkurrenz ist und es nicht mit einzelnen verkaufsoffenen Sonntagen getan ist. Und ich fand die Idee der Partei witzig“, erklärte Ulla Wacker von den Grünen gegenüber „Bild“, wieso sie dem Antrag zustimmte. (mz)