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VermisstenfallProminente Journalistin lebend gefunden? SZ-Vize-Chefredakteurin wohl stark unterkühlt

Seit Donnerstagmorgen ist Berichten zufolge eine prominente Journalistin im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Österreich vermisst worden. Nun soll sie lebend gefunden worden sein. Das ist bisher bekannt.

Von dpa/DUR/it Aktualisiert: 09.02.2024, 11:51
Nach "stern"-Informationen wurde nach Journalistin Alexandra Föderl-Schmid gesucht.
Nach "stern"-Informationen wurde nach Journalistin Alexandra Föderl-Schmid gesucht. Archivfoto: IMAGO / Horst Galuschka

Bayern - Die vermisste SZ-Journalistin Alexandra Föderl-Schmid soll am Freitagvormittag lebend gefunden worden sein. Davon berichtet die Passauer Neue Presse (PNP).

Offenbar entdeckte man sie laut PNP auf Braunauer Seite unter der Innbrücke. Sie soll stark unterkühlt gewesen und in ein Krankenhaus gebracht worden sein.

Am Donnerstag war die 53-Jährige als vermisst gemeldet worden. In Braunau hatten Passanten eine weibliche Person im Inn gesehen. Als dann auch noch das Auto Föderl-Schmids und laut Polizei ein „Abschiedsschreiben“ gefunden wurde, befürchtete die Polizei das Schlimmste.

Journalistin soll Abschiedsbrief hinterlassen haben

Wie mehrere Medien berichten, wurde seit Donnerstagmorgen die prominente Journalistin vermisst. Obwohl deutsche und österreichische Einsatzkräfte vor allem den Fluss Inn absuchten, war die Suche erfolglos - bis jetzt. 

Laut Informationen von "stern" sollte es sich bei der vermissten Person um die stellvertretende Chefredakteurin der "Süddeutschen Zeitung" (SZ), Alexandra Föderl-Schmid handeln.

Die Polizei wollte sich zu weiteren Details, wie zum Auslöser der Suchaktion, nicht äußern. Laut Informationen von "stern" soll die 53-jährige Journalistin jedoch vor ihrem Verschwinden einen Abschiedsbrief hinterlassen haben. 

Journalistin zieht sich nach Plagiatsvorwürfen auf Tagesgeschäft zurück

Alexandra Föderl-Schmid hat sich zuvor wegen Vorwürfen zu ihrem Umgang mit Quellen vorübergehend aus dem operativen Tagesgeschäft zurückgezogen. Demnach soll der Salzburger Kommunikationswissenschaftler Stefan Weber nach eigener Darstellung "Plagiatsfragmente" in der Dissertation festgestellt haben, die Föderl-Schmid dort 1996 eingereicht hatte.

Die Chefredaktion hatte eingeräumt, dass es seitens Föderl-Schmids einen fehlerhaften Umgang gegeben habe.

Wir verfolgen die Richtlinie, nicht über Suizide zu berichten. In Ausnahmefällen wie diesem erfahren sie durch ihre Umstände aber besondere Aufmerksamkeit. Grund für diese Richtlinie ist die Gefahr der Nachahmung.

Sollten Sie sich betroffen fühlen, wenden Sie sich bitte an die Telefonseelsorge. Diese erreichen Sie auch unter den kostenlosen Telefonnummern 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222.

Dort erhalten Sie anonym, offen, gratis und ideologiefrei Hilfe.