Twitter-Spott

Diebstahlmeldung der Polizei: Ganz viel Aufregung um eine LED-Kerze

Bundesweit nutzt die Polizei soziale Medien, um den Bürgern ihre Arbeit näherzubringen, Interesse für die Polizeiarbeit zu wecken und um die Bürger zu sensibilisieren. Die Beamten in Nürnberg schossen dabei aber am Dienstag kräftig übers Ziel hinaus.

Aktualisiert: 21.04.2022, 16:47 • 21.04.2022, 16:16
Da wurden Erinnerungen an einen legendären "Blumenkübel" wach. Eine Fahndung nach Kerzen-Dieben hat der Polizei ungeahnt viel Reichweite beschert.
Da wurden Erinnerungen an einen legendären "Blumenkübel" wach. Eine Fahndung nach Kerzen-Dieben hat der Polizei ungeahnt viel Reichweite beschert. Foto: Matt Rourke/AP/dpa

Nürnberg/DUR/slo – Die Polizei Mittelfranken informiert die Bürger regelmäßig bei Twitter über das aktuelle Kriminalitätsgeschehen. Doch in einem Fall sind die Beamten aus Nürnberg und Umgebung jetzt deutlich übers Ziel hinausgeschossen – und haben dafür jede Menge Spott kassiert.

Konkret hatten die Beamten am Dienstag einen Fall veröffentlicht, wonach Besucher einer Gaststätte ein Deko-Glas mit einer LED-Kerze entwendet hätten. „Wer von den Gästen für den #Diebstahl verantwortlich ist, muss nun ermittelt werden“, schrieb die Polizei dazu.

Schnell hagelte es Tausende Likes, Retweets und Zitate. Der Kreativität der User waren dabei kaum Grenzen gesetzt. Die einen wiesen auf den tendenziell geringen Wert der Beute hin und fragten, ob es denn keine wichtigeren Aufgaben für die Polizei gebe.

Andere nutzten den Fall für Aktenzeichen-XY-Vergleiche oder fanden Kerzen-Bilder von Bayerns Ministerpräsident.

Die bayrischen Beamten ließen den Kommentar-Hagel weitgehend unkommentiert über sich ergehen und hatten mit der Twitter-Veröffentlichung am Ende vielleicht sogar den richtigen Ermittlungsansatz gefunden. Denn wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, hat der Kerzen-Dieb die Beute inzwischen reumütig zurückgegeben

Der Fall ist also gelöst.