Schulen

Staatsschutz ermittelt wegen Drohschreiben gegen Lehrkräfte

Von dpa Aktualisiert: 07.10.2022, 14:35
Masken liegen in einem Klassenzimmer auf einem Schulbuch.
Masken liegen in einem Klassenzimmer auf einem Schulbuch. Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Berlin - Nach einer Serie von Drohbriefen mit Gewaltandrohungen gegen Berliner Lehrkräfte hat der Staatsschutz beim Landeskriminalamt Ermittlungen aufgenommen. Es bestehe der Verdacht der Nötigung, sagte ein Polizeisprecher am Freitag auf dpa-Anfrage. Bislang seien 43 Strafanzeigen eingegangen, die ersten am 27. September. Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse (SPD) hatte am Vortag mitgeteilt, dass auch sie Anzeige erstattet hat.

Sie äußerte die Vermutung, dass die per Post an Schulleitungen versandten Schreiben von „militanten Coronaleugnerinnen und -leugnern“ stammen. Lehrkräften werde dort mit Tod und Gewalt gedroht, sollten sie im Herbst und Winter an den Schulen erneut Infektionsschutzmaßnahmen wie die Maskenpflicht oder anlasslose Tests umsetzen. Betroffen sind laut Bildungsverwaltung mindestens 34 Berliner Schulen in neun Bezirken. Die Drohbriefe kamen dort zeitversetzt an, also nicht alle am selben Tag.