Energie

Kretschmer will Diskussion über dauerhafte Energiepreise

Von dpa Aktualisiert: 30.09.2022, 14:04
Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen.
Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen. Sebastian Kahnert/dpa

Dresden - Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sieht im Beschluss der Bundesregierung für eine Gaspreisbremse ein Signal für „einen anderen Weg“ beim Thema Energiepreise. Das sei eine grundlegende Entlastung, sagte er am Donnerstag in Dresden. „Wir müssen uns jetzt die Details anschauen, aber die Richtung stimmt.“

Es werde viele Hundert Milliarden Euro kosten, das sei „eine riesige Hypothek für die Zukunft“, die aber angesichts der Situation für die Bevölkerung und die Wirtschaft nötig sei. Kretschmer forderte eine Diskussion und eine Verständigung, „wie soll das dauerhaft mit den Energiepreisen sein“, was Energie in den kommenden Jahren und Jahrzehnten kosten solle.

Nach dem Schock sei „auch wirklich mal für den Letzten klar: Energie darf nicht so teuer werden, dass wir nicht mehr wettbewerbsfähig sind“. Dieser Streit müsse jetzt geführt werden, da sind sich Ministerpräsidenten laut Kretschmer einig. „Ansonsten ist es nämlich ein Fass ohne Boden, und ein Riesenproblem für die nachfolgende Generation.“

Wie Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in Berlin bekanntgab, sollen Verbraucher und Unternehmen mit einem neuen „Abwehrschirm“ von bis zu 200 Milliarden Euro gestützt werden. Die bis zuletzt umstrittene Gasumlage ist vom Tisch - dafür soll es eine Gaspreisbremse geben.