Streiks bei der Bahn

GDL-Chef lässt Reisende vorerst aufatmen

GDL-Chef Claus Weselsky und die GDL wollen bis zum nächsten Streik erst einmal abwarten.  
GDL-Chef Claus Weselsky und die GDL wollen bis zum nächsten Streik erst einmal abwarten.   Foto: Paul Zinken/dpa

Leipzig/DUR – Die Lokführergewerkschaft GDL will vorerst auf weitere Streiks verzichten. Das kündigte Gewerkschaftschef Klaus Weselsky am Dienstag gegenüber dem MDR an. „Man muss natürlich der anderen Seite auch ein stückweit etwas Zeit geben und Gelegenheit, sich zu korrigieren“, sagte Weselsky gegenüber MDR aktuell. Er denke, „dass das immer noch möglich ist“.

GDL und Bahn streiten weiter um einen neuen Tarifvertrag, liegen aber in vielen Punkten noch weit auseinander. Knackpunkt ist unter anderem das sogenannte Tarfeinheitsgesetz, welches die GDL nicht länger akzeptieren will. Dieses sieht vor, dass bei mehreren Gewerkschaften in einem Betriebsteil nur der Abschluss der größeren Gewerkschaft zählt. Die GDL ist in weilten Betriebsteilen der Bahn jedoch die kleinere Gewerkschaft, will für ihre Mitarbeiter aber trotzdem mehr Gehalt herausschlagen.

Weselsky betonte, die Forderung der GDL, einen Tarifvertrag für alle ihre Mitglieder abzuschließen, sei legitim. Dazu gehörten auch Fahrdienstleiter und Werkstattmitarbeiter. „Solange uns die Deutsche Bahn begrenzen will auf Lokführer und Zugbegleiter, werden wir nicht in den Verhandlungsmodus einrücken können.“