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Champions LeagueBR Volleys in der Königsklasse: „Erwachsen gespielt“

Von dpa Aktualisiert: 27.01.2023, 13:03
Cedric Enard, Trainer der BR Volleys.
Cedric Enard, Trainer der BR Volleys. Tom Weller/dpa/Archivbild

Berlin - Die Berlin Volleys können sich weiter auf lukrative Spiele in der Volleyball-Champions-League freuen. Mit dem überzeugend herausgespielten 3:0 (25:22, 25:17, 25:19) gegen Polens Vertreter Warta Zawiercie am Mittwoch hat sich der deutsche Meister als Zweiter in Gruppe B für die Play-offs qualifiziert, in denen die letzten drei Teilnehmer für das Viertelfinale ermittelt werden. Gegner ist in Hin- und Rückspiel Ziraat Bank Ankara, aktuell Tabellenzweiter in der türkischen ersten Liga.

„Wenn wir so selbstbewusst auftreten wie gegen Zawiercie, dann haben wir gegen jeden Gegner eine Chance“, sagte Außen-Annahmespezialist Ruben Schott. Das Hinspiel findet am 8. oder 9. Februar statt, eine Woche später steigt die zweite Partie. Vorteil der BR Volleys: Sie haben im Rückspiel Heimrecht. „Da lässt sich einiges ausgleichen, gerade mit diesem Publikum im Rücken“, sagte Volleys-Geschäftsführer Kaweh Niroomand.

Gegen Zawiercie sorgten 5120 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle, darunter auch 200 polnische Fans, für eine prickelnde Atmosphäre, die aber nur die BR Volleys zu einer außerordentlichen Energieleistung antrieb. „Die Mannschaft war körperlich fit, mental stark und bestens eingestellt“, lobte Niroomand. „Wir haben sehr erwachsen gespielt“, fand Schott.

Diagonalangreifer Marek Sotola sagte hinterher, er habe „zu keinem Zeitpunkt das Gefühl gehabt, dass wir dieses Spiel verlieren könnten“. Schott kam dabei eine tragende Rolle zu. Der 28-jährige Nationalspieler überzeugte gleichermaßen im Aufschlag, in der Annahme und mit wuchtig-kompromisslosen Abschlüssen im Angriff. „Er wächst auf seine Art als stiller Anführer immer mehr in seine Rolle hinein“, sagte Niroomand.

Der Geschäftsführer wollte den Sieg aber nicht allein an einer Person festmachen. „Es hat alles gepasst“, sagte er. So profitierte Schott bei seinen Aktionen am Netz maßgeblich von den präzisen Pässen, die ihm Zuspieler Johannes Tille servierte.  Niroomands Fazit zum Abschluss der Gruppenphase: „Es ist ein toller Erfolg für uns, in dieser schweren Gruppe als Zweiter weitergekommen zu sein.“