Bauarbeiten in Weißenfels

Bauarbeiten in Weißenfels: Darum wird der Schlosshof zum Marktplatz

Weißenfels - Im Weißenfelser Zentrum beginnen im März umfangreiche Bauarbeiten. Welche Auswirkungen das auf die ambulanten Händler hat.

Von Andreas Richter 28.02.2017, 09:10

Der traditionelle Weißenfelser Ostermarkt findet in diesem Jahr erstmalig auf dem Schloss statt. Mit dieser Nachricht wurden Händler und Gewerbetreibende der Stadt auf dem Händlerstammtisch im Hotel „Jägerhof“ überrascht. Grund für den Umzug sind die Ende März beginnenden Bauarbeiten auf dem Marktplatz. Dort fand der beliebte Markt in den vergangenen Jahren statt.

Vor rund 60 Händlern und Gewerbetreibenden erklärte Veranstaltungsmanager Christian Endt die Zwangslage der Stadt. Weil der Marktplatz planmäßig gesperrt ist, sollte der Ostermarkt eigentlich am 8./9. April, eine Woche vor Ostern, auf dem Gelände rund um die Marienkirche stattfinden. Doch die Bauarbeiten dort haben sich aus den verschiedensten Gründen verzögert, so dass die Veranstalter nun damit rechnen, dass das Areal neben dem Markt Anfang April noch nicht genutzt werden kann.

Am 9. April ist im Weißenfelser Zentrum verkaufsoffener Sonntag

Nun also die einmalige Notlösung Schloss. „Es gibt keinen anderen geeigneten Platz. Aufgrund der großen Nachfrage müssen wir oben schon den Innenhof und den Vorplatz des Schlosses nutzen“, sagte Endt beim Stammtisch und versuchte Befürchtungen der Händler zu zerstreuen, dass die Angebote dieses Wochenendes zu weit über die Stadt verteilt werden. Denn am 9. April ist im Weißenfelser Zentrum verkaufsoffener Sonntag.

„Wir werden einen Shuttle-Service zwischen Schloss und Innenstadt einrichten“, versicherte Endt. Zudem werde es auch in der Jüdenstraße im Zentrum ein kleines Programm geben, das den verkaufsoffenen Sonntag umrahmt. So sei ein Ostereiersuchen in der Innenstadt geplant. Gemeinsam mit den Händlern denkt man darüber hinaus über eine Rabattaktion zum Ostermarkt nach.

Oberbürgermeister Robby Risch versucht, den Händlern in Weißenfels die Ängste zu nehmen

Auch Oberbürgermeister Robby Risch (parteilos) versuchte, den Händlern die Ängste zu nehmen. „Weil die Zeitzer Straße zu dem Zeitpunkt gesperrt ist, müssen die Leute in der Innenstadt parken“, sagte er. Soll heißen: Ehe die Besucher hoch aufs Schloss pilgern, sind sie erst mal im Zentrum - und schauen am Sonntag vielleicht in den offenen Geschäften vorbei.

Auswirkungen hat die Zwangslage im Zentrum auch auf den Wochenmarkt. Wegen der Bauarbeiten auf dem zentralen Platz soll dieser in den nächsten beiden Jahren auf dem Gelände rund um die Marienkirche stattfinden - allerdings wegen des Bauverzugs dort erst ab Mai. Somit muss die Stadt auch hier eine schwierige Übergangsphase zwischen Ende März und Anfang Mai überstehen. In diesen Wochen sollen Wochenmarkthändler nun ihre Stände vor Geschäften in der Jüdenstraße aufstellen dürfen. Vor gerade leerstehenden Ladenlokalen, oder auch vor Geschäften, deren Inhaber einen Stand dulden. „Es soll eine kleine Händlermeile auf der Jüdenstraße entstehen“, sagte OB Risch zur Übergangslösung.

Mit Beginn der Bauarbeiten auf dem Markt in Weißenfels werden sich Besucher und Händler der Innenstadt auf Einschränkungen im Straßenverkehr einrichten müssen

Mit Beginn der Bauarbeiten auf dem Markt werden sich Besucher und Händler der Innenstadt auf Einschränkungen im Straßenverkehr einrichten müssen. So wird die Saalstraße, in der zeitgleich ebenfalls Bauarbeiten beginnen, ab 27. März gesperrt. Damit dürfte die Hauptader im Nord-Süd-Verkehr durch Weißenfels, die Friedrichsstraße, stärker noch als bisher belastet werden. Beim Stammtisch der Händler versicherten die Vertreter der Stadt, dass Probleme beim Lieferverkehr für die Geschäfte individuell mit den betroffenen Händlern und Gewerbetreibenden geklärt werden.

Mit verschiedensten Marketingmaßnahmen, so einer Neuauflage der Citycard ab 13. März und einem Saalefest Ende Juni, will das Team des Innenstadt-Projekts Biwaq die Händler während der schwierigen Zeit der Bauarbeiten unterstützen. (mz)