Umwelt

Waldbrandgefahr auf höchster Stufe

Was die Besucher in Forst und Flur nun beachten müssen.

Aktualisiert: 27.06.2022, 11:15
Symbolfoto: Im Burgenlandkreis wurde am Freitag die Warnstufe vier ausgerufen.
Symbolfoto: Im Burgenlandkreis wurde am Freitag die Warnstufe vier ausgerufen. Foto: Jens Wolf/dpa

Weißenfels - Im Burgenlandkreis besteht erneut hohe Brandgefahr in Wäldern und auf Feldern. Wie die Kreisverwaltung über das Katastrophenwarnsystem Katwarn am Freitag mitgeteilt hat, gilt für die Region seit Freitag die Waldbrandwarnstufe 4. Das ist die höchste Warnstufe, die für die mischwalddominierte Region ausgerufen werden kann. Zwar gibt es auf der Gefahrenstufenskala in Deutschland auch die Stufe 5. Diese werde aber lediglich in Regionen mit Nadelwaldbestand, wo die Entzündbarkeit noch weitaus höher ist, ausgerufen.

Mit der Warnstufe gehen für die Bürger auch Verbote einher. Es ist zum Beispiel Waldbesuchern untersagt, Straßen und Wege zu verlassen. Zudem ist es verboten, in der freien Landschaft einschließlich angrenzender Straßen brennende oder glimmende Gegenstände wegzuwerfen, durch Rauchen leicht entzündbare Bestände und Einrichtungen der Land- und Forstwirtschaft wie Strohdiemen, reife Erntebestände oder trockene Hecken zu gefährden. Ferner, so heißt es, darf außerhalb von geschlossenen Räumen im Wald oder in einem Abstand von weniger als 15 Metern zum Wald nicht geraucht werden. Gleichfalls ist es verboten, im Wald oder in einem Abstand von weniger als 30 Metern zum Wald ein offenes Feuer außerhalb von öffentlichen Grillplätzen anzuzünden.

Bei der Ernte von Getreide, so die Kreisverwaltung weiter, ist auf Feldern mit einem geringerem Abstand als 30 Metern zum Wald unmittelbar nach Anschnitt des Getreides auf der waldzugekehrten Seite ein fünf Meter breiter Pflugstreifen als Feuerbarriere anzulegen.