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Studium und Mental Health:  Tipps für psychisches Wohlbefinden am Campus

14.06.2024, 10:07
Zwischen Studium und Nebenjob noch Zeit für Freunde und Freizeit zu finden kann schwer sein.
Zwischen Studium und Nebenjob noch Zeit für Freunde und Freizeit zu finden kann schwer sein. Bild: Adobe Stock © Valerii Apetroaiei

Mit dem Studium beginnt ein neuer Lebensabschnitt: Eine neue Umgebung, viele fremde Gesichter, vielleicht eine neue Stadt und damit einhergehend jede Menge Herausforderungen finanzieller sowie psychischer Natur. Leistungsdruck, ein stressiges Zeitmanagement, die wiederkehrende Frage, ob das Geld ausreicht und die Vereinbarung von Uni und Freizeit – all das führt zu einer enormen psychischen Belastung. Es gibt jedoch einige Tipps, wie die mentale Gesundheit auf dem Campus erhalten bleiben kann.

Mentale Gesundheit im Studium heute

Es ist kein Geheimnis, dass das Studentenleben nicht nur aus Cafeteria-Kaffee und WG-Partys besteht. Die akademische Belastung kann enorm sein und stellt für viele Studierende eine erhebliche psychische Herausforderung dar. Dabei ist die mentale Gesundheit ein unverzichtbarer Faktor für den Erfolg im Studium. Studien zeigen, dass ein signifikanter Anteil der Studierenden während ihres Studiums mit psychischen Problemen zu kämpfen hat. Eine Umfrage ergab, dass über 30% der Studienanfänger von Symptomen wie Angstzuständen und Depressionen berichten.

Diese Zahlen sind alarmierend, verdeutlichen jedoch die Wichtigkeit, dass Hochschulen und Universitäten Strukturen schaffen, die das psychische Wohlbefinden der Studierenden aktiv fördern und unterstützen. In der heutigen schnelllebigen und leistungsorientierten akademischen Welt ist es entscheidend, dass nicht nur die kognitive, sondern auch die emotionale Intelligenz gefördert wird.

Laut einer Umfrage des American College Health Association (ACHA) aus dem Jahr 2021 berichteten 41% der befragten Studierenden über ein schlechtes psychisches Wohlbefinden, und 13% gaben an, ernsthaft über Selbstmord nachgedacht zu haben. Diese Daten verdeutlichen die Notwendigkeit, dass Hochschulen und Universitäten effektive Unterstützungsstrukturen und Ressourcen bereitstellen, um auf die psychischen Gesundheitsbedürfnisse der Studierenden eingehen zu können.

Herausforderungen für die psychische Gesundheit am Campus

Das Studium bringt eine Vielzahl von Herausforderungen mit sich, die das psychische Wohlbefinden stark beeinflussen können. Drei der häufigsten Stressoren sind Prüfungsdruck, finanzielle Sorgen und soziale Isolation.

Prüfungsdruck

Prüfungsdruck zählt zu den wesentlichen Stressfaktoren im Studium. Diese Art von Druck kann verschiedene Formen annehmen. Viele Studierende erleben Angstgefühle, weil sie befürchten, den Anforderungen der Prüfungen nicht gerecht zu werden. Diese Angst kann sowohl vor als auch während der Prüfungen auftreten und sich in Form von Panikattacken, Schlafstörungen oder Konzentrationsproblemen manifestieren. Der ständige Druck, gute Leistungen erbringen zu müssen, kann zu chronischem Stress führen.

Chronischer Stress beeinträchtigt das allgemeine Wohlbefinden, was sich wiederum negativ auf die akademische Leistung auswirken kann. Langfristig kann dieser Stress zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen, einschließlich psychosomatischer Störungen, Depressionen und einem geschwächten Immunsystem.

Um diesem Druck und Stress zu entgehen, ist es wichtig, einen gut durchdachten Stundenplan zu erstellen. Anders als in der Schule sind die Studierenden selbst dafür verantwortlich, ihren Stundenplan aus Vorlesungen, Seminaren, Pflichtveranstaltungen und Zusatzveranstaltungen zusammenzustellen. In der Studien- und Prüfungsordnung sowie im Vorlesungsverzeichnis finden Studierende alle nötigen Informationen. Wichtig ist allerdings, sich nicht zu viel zuzumuten und ein gewisses Pensum an Wochenstunden nicht zu überschreiten.

Prüfungsdruck und Versagensängste gehören zu den Hauptgründen für psychische Krankheiten an Hochschulen.
Prüfungsdruck und Versagensängste gehören zu den Hauptgründen für psychische Krankheiten an Hochschulen.
Bild: Adobe Stock © K Abrahams/peopleimages.com

Finanzielle Sorgen

Finanzielle Probleme sind eine weitere große Herausforderung für Studierende, die oft unterschätzt wird. Viele Studierende sind gezwungen, neben dem Studium zu arbeiten, um ihre Studiengebühren und Lebenshaltungskosten zu decken. Die Notwendigkeit, arbeiten zu müssen, kann die zur Verfügung stehende Zeit für das Studium erheblich reduzieren, was oft zu schlechteren Leistungen oder sogar zum Abbruch des Studiums führen kann.

Die ständige Sorge um die finanzielle Lage kann zudem zu einem emotionalen Ausnahmezustand mit anhaltenden Angstzuständen führen. Existenzängste gepaart mit dem Leistungsdruck, der seitens der Uni auf den Studierenden lastet, ist ein nicht zu unterschätzender Risikofaktor.

Soziale Isolation

Soziale Isolation ist ein Problem, das besonders in großen Universitäten oder für neu zugezogene Studierende präsent ist. In großen Bildungseinrichtungen kann das Gefühl der Anonymität das Knüpfen von Kontakten erschweren. Studierende fühlen sich oft wie eine Nummer unter vielen, wodurch sie sich nur noch isolierter fühlen. Besonders schwer ist das für neue Studierende oder diejenigen, die Schwierigkeiten haben, soziale Kontakte zu knüpfen. Dies kann letztlich bis zu Depressionen führen.

Diese Herausforderungen verdeutlichen die Notwendigkeit umfassender Unterstützungssysteme an Universitäten, die sich nicht nur auf die akademische Förderung, sondern auch auf das psychische und soziale Wohlbefinden der Studierenden konzentrieren.

Tipps und Strategien zur Förderung des psychischen Wohlbefindens

Um das psychische Wohlbefinden am Campus zu fördern, gibt es eine Reihe praktischer Tipps und Ressourcen, die Studierenden helfen können, mit dem universitären Druck umzugehen.

Praktische Tipps zur Stressbewältigung

Eine der Grundlagen zur Reduzierung von Stress ist effektives Zeitmanagement. Durch das Planen und Priorisieren von Aufgaben können Studierende Überforderung vermeiden. Es ist hilfreich, eine klare Agenda für den Tag, die Woche oder das Semester zu erstellen und dabei realistische Ziele zu setzen. Auch die Verwendung von digitalen Tools wie Kalender-Apps kann die Organisation erleichtern.

Regelmäßige Pausen sind essentiell, um den Geist zu entspannen und die Konzentration zu erhalten. Kurze Spaziergänge oder auch nur fünf Minuten Entspannung können bereits für mentale Entspannung sorgen. Ebenso ist ausreichender Schlaf grundlegend, um den Anforderungen des Studiums standzuhalten. Studien zeigen, dass sieben bis acht Stunden Schlaf pro Nacht ideal sind, um kognitive Funktionen und emotionales Wohlbefinden zu unterstützen.

Achtsamkeitsbasierte Stressreduktionstechniken wie Meditation haben sich als wirksam erwiesen, um Stress abzubauen und die allgemeine psychische Gesundheit zu verbessern. Regelmäßige Meditation kann helfen, Angst zu reduzieren und die Stimmung zu stabilisieren. Sport ist ein weiterer effektiver Weg, um Stress zu bekämpfen. Regelmäßige körperliche Aktivität, sei es Joggen, Schwimmen, Yoga oder Team-Sportarten, kann die Produktion von Stresshormonen reduzieren und gleichzeitig Endorphine freisetzen, die als natürliche Stimmungsaufheller dienen.

Eine gesunde Ernährung spielt ebenfalls eine Rolle bei der Stressbewältigung. Eine ausgewogene Ernährung, die reich an Obst, Gemüse und Vollkornprodukten ist, kann den Körper stärken und das Wohlbefinden verbessern.

Vermeidung von Burnout

Die Vermeidung von Burnout, besonders im akademischen Umfeld, erfordert ein bewusstes Bemühen, das Wohlbefinden zu fördern und Überlastung zu vermeiden. Die frühen Anzeichen von Burnout beginnen oft subtil. Dazu gehören chronische Müdigkeit, Desinteresse am Studium, Reizbarkeit und eine Abnahme der akademischen Leistung. Wenn diese Symptome frühzeitig erkannt werden, können Maßnahmen ergriffen werden, bevor sie sich zu einem vollständigen Burnout entwickeln.

Wenn der Druck zu hoch wird, droht ein Burnout.
Wenn der Druck zu hoch wird, droht ein Burnout.
Bild: Adobe Stock © Allistair F/peopleimages.com

Studierende setzen sich oft zu hohe oder unrealistische Ziele, die schwer zu erreichen sind. Das Setzen von erreichbaren Zielen und die Anerkennung von Fortschritten, auch wenn sie klein sind, können dazu beitragen, das Gefühl der Überforderung zu reduzieren. Eine strukturierte Tages- und Wochenplanung kann helfen, Überarbeitung zu vermeiden. Es ist wichtig, regelmäßige Pausen einzuplanen und Freizeitaktivitäten, die Entspannung fördern, in den Alltag zu integrieren.

Die Fähigkeit, Aufgaben nach ihrer Wichtigkeit und Dringlichkeit zu priorisieren, ist ein Vorteil, wenn es darum geht, die To-Do‘s effektiver zu verwalten. Techniken des Zeitmanagements wie die Eisenhower-Box können dabei unterstützend wirken. Das Nein-Sagen zu weiteren Verpflichtungen, wenn Studierende bereits ausgelastet sind, ist ein weiterer Punkt, um Burnout zu vermeiden. Es ist wichtig, die eigenen Grenzen zu kennen und diese auch zu kommunizieren. Indem Studierende diese Strategien bewusst in ihren Alltag integrieren, können sie ihre Resilienz gegenüber Stress erhöhen und ein gesünderes, ausgeglicheneres Studienleben führen.

Campus-Ressourcen

Viele Hochschulen verfügen über psychologische Beratungszentren, die kostenlose Dienste für Studierende anbieten. Diese Zentren sind oft mit qualifizierten Therapeuten besetzt, die Erfahrung in der Arbeit mit akademisch bedingten und persönlichen Herausforderungen haben. Die Beratungsdienste können von Einzelgesprächen über Gruppentherapien bis hin zu speziellen Therapieangeboten reichen, die auf spezifische Probleme wie Angst, Depression oder Stressbewältigung ausgerichtet sind. Solche Angebote sind oft niedrigschwellig und vertraulich, um Studierenden einen sicheren Raum zu bieten, in dem sie über ihre Probleme sprechen können.

Workshops und Seminare, die auf die Verbesserung von Fähigkeiten wie Stressmanagement, Zeitmanagement und sozialen Kompetenzen abzielen, helfen Studierenden dabei, ihren Alltag besser zu organisieren. Diese Veranstaltungen sind darauf ausgerichtet, den Studierenden praktische Werkzeuge an die Hand zu geben, die sie im täglichen Leben und im Studium anwenden können. Solche Workshops bieten oft interaktive Aktivitäten, bei denen Studierende neue Strategien lernen und direkt anwenden können. Themen können auch Konfliktlösung, öffentliches Sprechen und Selbstfürsorge umfassen, die alle darauf abzielen, das Wohlbefinden und die persönliche Effektivität zu steigern.

Beitritt zu Universitätsclubs oder Interessengruppen ist eine hervorragende Möglichkeit für Studierende, sich mit Gleichgesinnten zu verbinden und soziale Netzwerke zu bilden. Diese Gruppen bieten eine Plattform für Studierende, um Interessen zu teilen, neue Fähigkeiten zu erlernen und Freundschaften zu schließen. Die Aktivitäten in solchen Gruppen können sportlicher, kultureller, akademischer oder sozialer Natur sein und helfen den Studierenden, ein Gefühl der Zugehörigkeit und Gemeinschaft zu entwickeln. Die Teilnahme an solchen Gruppen kann auch dazu beitragen, das Gefühl der Isolation zu verringern, das einige Studierende in der anonymen Umgebung einer großen Universität erleben können.

In Gruppensitzungen können Studierende sich über die Herausforderungen des Hochschullebens austauschen.
In Gruppensitzungen können Studierende sich über die Herausforderungen des Hochschullebens austauschen.
Bild: Adobe Stock © Lumos sp

Rolle der Hochschulen

Hochschulen spielen eine entscheidende Rolle in der Förderung der psychischen Gesundheit ihrer Studierenden. Sie können durch die Schaffung einer unterstützenden Umgebung und den Einsatz gezielter Programme einen positiven Einfluss auf das Wohlbefinden der Studierenden ausüben.

Unterstützende Maßnahmen der Hochschulen

Die Integration von Mental Health Services in das Universitätsangebot bietet Studierenden die nötige Unterstützung. Diese Dienste sind vielfältig und sollten leicht zugänglich sein. Bei Einzelberatungen haben Studierende die Möglichkeit, in einem vertraulichen Rahmen mit einem qualifizierten Psychologen oder Therapeuten über ihre Probleme zu sprechen. Solche Sitzungen helfen, individuelle Probleme zu adressieren und spezifische Lösungsstrategien zu entwickeln.

In Gruppensettings können Studierende Erfahrungen austauschen und von anderen lernen, die ähnliche Herausforderungen bewältigen. Diese Sitzungen sind besonders wertvoll, da sie neben der therapeutischen Unterstützung auch das Gefühl der Gemeinschaft und des Verstandenseins fördern. Diese Angebote sollten nicht nur während der üblichen Arbeitszeiten, sondern auch abends oder an Wochenenden verfügbar sein, um auch Studierenden mit vollem Terminplan Zugang zu ermöglichen.

Weiter müssen die Dozierenden dafür sensibilisiert werden, wie voll die Terminpläne von Studierenden heute sind. Mit dem Studium und einem Nebenjob, um die Lebenshaltungskosten und Studienkosten zu decken, sind die Studierenden meist schon ausgelastet. Das Uni-Leben besteht jedoch auch noch aus anderen Dingen wie Ehrenämtern in Fachschaften oder anderen Hochschulgruppierungen, die ebenfalls unter einen Hut gebracht werden müssen.

Indem Dozierende die Prüfungsleistungen flexibler gestalten und an die sich verändernden Ansprüche der Studierenden anpassen, helfen sie, die mentale Gesundheit zu fördern. Vorlesungsinhalte können online gestellt werden für diejenigen, die zu dem Zeitpunkt gerade anderweitig involviert sind. Der Leistungs- und Prüfungsdruck kann abgebaut werden, indem niemand zu mündlichen Prüfungen wie Referaten gezwungen wird sondern alternative Prüfungsmöglichkeiten angeboten werden.

Schaffung eines inklusiven Campusklimas

Ein inklusives Campusklima zu schaffen, bedeutet, eine Umgebung zu fördern, in der sich alle Studierenden akzeptiert und sicher fühlen. Durch Informationskampagnen und Veranstaltungen, die das Bewusstsein und Verständnis für psychische Gesundheit erhöhen, können Vorurteile und Stigmata abgebaut werden. Diese Kampagnen sollten auch Informationen darüber bereitstellen, wie und wo Studierende Hilfe finden können.

Die Einführung von Peer-Support-Programmen, bei denen Studierende als Erstanlaufstellen für ihre Kommilitonen agieren, kann das Stigma weiter abbauen und den Zugang zu Unterstützung erleichtern. Peers, die in grundlegenden Beratungstechniken geschult sind, können eine niedrigschwellige erste Hilfe bieten und bei Bedarf an professionelle Dienste verweisen.

Die aktive Förderung von Internationalisierung und Diversität auf dem Campus in Bezug auf Kultur, sexuelle Orientierung, Religion und soziale Hintergründe trägt dazu bei, eine umfassend unterstützende Umgebung zu schaffen, die das Wohlbefinden aller Studierenden unterstützt. Die Kombination dieser Maßnahmen sorgt dafür, dass sich Studierende unterstützt fühlen und eher bereit sind, bei Bedarf Hilfe zu suchen.

Studierende verschiedener Kulturen und Religionen können sich gegenseitig unterstützen und einen Campus schaffen, auf dem alle sich wohlfühlen.
Studierende verschiedener Kulturen und Religionen können sich gegenseitig unterstützen und einen Campus schaffen, auf dem alle sich wohlfühlen.
Bild: Adobe Stock © Drobot Dean

Beispiele von Universitäten mit vorbildlichen Programmen:

Einige Universitäten haben "Wellness Hubs" oder "Mental Health Centers" eingerichtet, die eine breite Palette von Diensten anbieten, von Krisenintervention bis hin zu Wellness-Workshops. Andere Hochschulen bieten Peer-Support-Programme an, bei denen Studierende als erste Ansprechpartner für ihre Kommilitonen fungieren. In Mitteldeutschland haben einige Universitäten bemerkenswerte Programme und Initiativen entwickelt, um die psychische Gesundheit ihrer Studierenden zu fördern:

·         Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU): MLU hat ein umfassendes Gesundheitsmanagement, das auch psychologische Beratungsdienste für Studierende umfasst. Dieses Angebot zielt darauf ab, Studierenden bei der Bewältigung von Stress und anderen psychischen Herausforderungen zu helfen, die während ihres Studiums auftreten können.

·         Friedrich-Schiller-Universität Jena: Diese Universität bietet ebenfalls psychologische Beratungsangebote für Studierende an. Sie haben ein spezielles Programm, das sich auf Stressbewältigung und die Förderung des mentalen Wohlbefindens konzentriert. Darüber hinaus gibt es Workshops und Seminare, die darauf abzielen, Studierenden die notwendigen Fähigkeiten zur Bewältigung von Prüfungsdruck und anderen akademischen Herausforderungen zu vermitteln.

·         Technische Universität Dresden: Die TU Dresden hat am "Healthy Campus" Projekt teilgenommen, das sich der Förderung des gesundheitlichen und psychischen Wohlbefindens der Universitätsgemeinschaft widmet. Das Projekt umfasst eine Reihe von Initiativen, darunter Workshops zur Stressbewältigung, sportliche Aktivitäten und Programme zur Förderung einer ausgewogenen Lebensweise.

Durch diese Initiativen können Hochschulen das akademische sowie persönliche Wachstum ihrer Studierenden fördern und so zu einer gesünderen und engagierteren Studierendenschaft beitragen.

Fazit: Studierende brauchen mehr Unterstützung

Das Thema psychische Gesundheit im Studium ist von großer Bedeutung, da sowohl individuelle Herausforderungen als auch institutionelle Unterstützungen eine Rolle spielen. Der "Healthy Campus" der Freien Universität Berlin beispielsweise ist eine umfassende Initiative, die darauf abzielt, die Gesundheit und das Wohlbefinden der Studierenden und Mitarbeiter der Universität zu fördern. Dieses Programm umfasst eine Vielzahl von Maßnahmen und Interventionsstrategien, die auf wissenschaftlicher Forschung basieren und speziell auf die Bedürfnisse der Hochschulgemeinschaft zugeschnitten sind.

Das Hauptziel des "Healthy Campus" ist es, eine gesunde und unterstützende Umgebung zu schaffen, die die physischen und psychischen Gesundheitsbedürfnisse der Studierenden und Mitarbeiter berücksichtigt. Dies beinhaltet die Förderung gesunder Lebensstile, die Bereitstellung von Ressourcen für die Stressbewältigung und die Unterstützung bei psychischen Problemen.

Hierzu werden verschiedene Angebote bereitgestellt, wie zum Beispiel:

·         Psychologische Beratung: Kostenlose Beratungsdienste für Studierende, die Unterstützung bei psychischen Problemen benötigen.

·         Workshops und Seminare: Veranstaltungen zu Themen wie Stressbewältigung, Zeitmanagement und soziale Fähigkeiten.

·         Achtsamkeit und Entspannung: Angebote wie Achtsamkeitskurse und Entspannungstraining zur Reduzierung von Stress.

Zur Förderung der physischen Gesundheit bietet der "Healthy Campus" verschiedene Programme an. Bei Initiativen wie dem "Pausenexpress" werden kurze Bewegungspausen in den Lehrveranstaltungen integriert. Vielfältige Sportkurse und Fitnessprogramme motivieren die Studierenden zur aktiven Bewegung, während Ernährungsberatungen Tipps zu gesunden Lebensmitteln geben.

Das soziale Miteinander und die Gemeinschaft auf dem Campus ist ein weiterer zentraler Aspekt des Programms. In Mentoring-Programmen stehen erfahrene Studierende neuen Kommilitonen zur Seite. Gemeinschaftsgärten fördern nicht nur die Umwelt, sondern auch das soziale Miteinander.

Der "Healthy Campus" wird von einem interdisziplinären Team geleitet, das aus Experten aus den Bereichen Gesundheitsförderung, Psychologie, Sportwissenschaften und weiteren relevanten Disziplinen besteht. Die Maßnahmen und Programme werden in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Abteilungen und Einrichtungen der Universität entwickelt und umgesetzt.

Ein wichtiger Bestandteil des "Healthy Campus" ist die kontinuierliche Evaluation und Weiterentwicklung der angebotenen Maßnahmen. Durch regelmäßige Befragungen und wissenschaftliche Studien wird die Wirksamkeit der Interventionen überprüft und gegebenenfalls angepasst, um den aktuellen Bedürfnissen der Hochschulgemeinschaft gerecht zu werden.