Lydia Steinbach

Lydia Steinbach: Beinahe wie Olympische Spiele

Halle/MZ. - Etwa 20 Stunden war Lydia Steinbach von Daegu über Seoul und Frankfurt / Main unterwegs, ehe die 23-jährige Sportstudentin und Tennisspielerin von der Sommer-Universiade aus dem fernen Südkorea zurück in Halle war. Danach sprach Mitarbeiter Rolf Becker mit ...

03.09.2003, 20:01

Etwa 20 Stunden war Lydia Steinbach von Daegu über Seoul und Frankfurt / Main unterwegs, ehe die 23-jährige Sportstudentin und Tennisspielerin von der Sommer-Universiade aus dem fernen Südkorea zurück in Halle war. Danach sprach Mitarbeiter Rolf Becker mit ihr.

Wie war die Universiade?

Steinbach: Sie wird für mich ein unvergessliches Erlebnis bleiben. Und ich habe für mich beschlossen, dass ich alles daran setzen werde, dass ich mich auch weiterhin qualifiziere. Die nächste Universiade findet in zwei Jahren in Izmir in der Türkei statt.

Was hat den besonderen Reiz ausgemacht?

Steinbach: Die Universiade ist mit Olympischen Spielen vergleichbar. Fast 10 000 Sportler aus 170 Nationen waren in Aktion. Die Eröffnungszeremonie im mit über 50 000 Zuschauern gefüllten Stadion, in dem 2002 Spiele der Fußball-WM stattfanden, war ebenso stimmungsvoll wie die Schlussfeier. Auch das Sportlerleben im Universiade-Dorf war klasse.

Wie groß war die Zuschauerresonanz?

Steinbach: Riesig, die Stadien waren immer gefüllt. Der Centre Court der Tennisanlage fasst 6 000 Zuschauer und war spätestens ab dem Viertelfinale ausverkauft.

Wie sind Sie mit Ihrem sportlichen Abschneiden zufrieden?

Steinbach: Ich bin mit meinen zwei Bronzemedaillen sehr glücklich. Vielleicht wäre im Einzel, wo ich im Achtelfinale ausgeschieden bin, noch etwas mehr möglich gewesen. Gescheitert bin ich aber an der top-gesetzten Spielerin.

Was haben Sie sich angeschaut?

Steinbach: Tourismus war erst an den letzten Tagen möglich. Ich war beim Volleyball, Turnen, Taekwondo und Judo.

Was steht nun an?

Steinbach: Sportlich der Grand Prix in Leipzig. Ich hoffe, dass ich wieder eine Wild Card für die Qualifikation erhalte, denn das würde schon meine zehnte Teilnahme beim Top-Tennis-Ereignis in den neuen Bundesländern bedeuten.