Paralympics

Sportler in Tränen: Offener Klettverschluss verhindert Medaille

Mathias Schulze war nach dem Wettkampf in Tränen. Ein offener Kletverschluss kostete ihn die Medaille. 
Mathias Schulze war nach dem Wettkampf in Tränen. Ein offener Kletverschluss kostete ihn die Medaille.  Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Tokio/DUR/dpa - Ein offener Klettverschluss hat Kugelstoßer Matthias Schulze eine mögliche Medaille bei den Paralympischen Spielen von Tokio gekostet. Der Magdeburger hatte im letzten Versuch des Wettbewerbs knapp 16 Meter gestoßen, doch statt der möglichen Medaille gab es für den Magdeburger nur Blech – ein Kampfrichter zeigte die rote Fahne – der Versuch war ungültig.

Das deutsche Team legte zwar Protest ein, doch der wurde abgewiesen. Wie sich herausstellte, hatte sich an Schulzes Schuh ein Klettverschluss gelöst, und die Lasche hatte die Ringumrandung touchiert.

Entsprechend niedergeschlagen war der Para-Sportler anschließend. „Ich freu' mich wie ein Affe und dann seh ich die scheiß rote Fahne. Derzeit ist es sehr, sehr ernüchternd“, sagte Schulze niedergeschlagen. „Ich bin einfach nur schwer enttäuscht. Ich habe so viel Unterstützung. Und dann kommt diese Scheißlasche an den Balken, weil ich zu blöd bin, sie zu kleben.“