Damentennis-Chefin

Barbara Rittner: Fan-Rückkehr hat Kerber geholfen

Von dpa
Das Publikum gibt ihr Kraft: Angelique Kerber feiert einen Sieg in Wimbledon.
Das Publikum gibt ihr Kraft: Angelique Kerber feiert einen Sieg in Wimbledon. Simon Bruty/Aeltc Pool/PA Wire/dpa

London - Die Wiederzulassung von Fans ist aus Sicht der deutschen Damentennis-Chefin Barbara Rittner ein wichtiger Faktor für den jüngsten sportlichen Aufschwung bei Angelique Kerber.

Die 33 Jahre alte Kielerin spielt nach einem enttäuschenden ersten Halbjahr derzeit eine starke Rasensaison. „Ich glaube im Leben nicht, dass sie ohne Zuschauer im Wimbledon-Halbfinale wäre“, sagte Rittner der Deutschen Presse-Agentur vor Kerbers Partie gegen die australische Weltranglisten-Erste Ashleigh Barty in London.

Glauben an eigene Stärke ist zurück

Kerber lebe von den Emotionen, erklärte Rittner. Auch die frühere Nummer eins hatte schon bei ihrem Turniersieg zuletzt in Bad Homburg sowie in London betont, wie wichtig ihr das Publikum sei. In Wimbledon durfte zunächst ein Teil der Zuschauer zurückkehren, seit dem Viertelfinale darf der 15.000 Zuschauer fassende Centre Court ebenso komplett gefüllt sein wie der mehr als 12.000 Fans fassende Platz Nummer eins.

Rittner sieht auch den zurückgekehrten Glauben an die eigene Stärke als wichtige Ursache für Kerbers Siegeszug. „Es fehlte die Überzeugung, die hat sie sich Match für Match wieder erspielt“, erklärte die 48-Jährige. Beim Rasen-Turnier in Berlin hatte Rittner nach eigenen Worten ein längeres Gespräch mit Kerber nach deren Achtelfinal-Aus trotz guter Leistung gegen die einstige Weltranglisten-Erste Viktoria Asarenka aus Belarus.

Seitdem hat Kerber zehn Matches nacheinander gewonnen. Rittner zeigte sich davon nicht überrascht und verwies darauf, sie habe schon nach dem Erstrunden-Aus der Weltranglisten-28. bei den French Open auf Sand in Paris gesagt, dass Kerber das abhaken und sich auf die Rasensaison konzentrieren solle. „Der Rasen passt sehr gut zu ihrem Spiel“, unterstrich Rittner.