Handball

Trainersohn der Ascherslebener Alligators ist verletzt

Oberligist startet auswärts gegen Delitzsch mit einer Niederlage in die Saison. Wo Dmitry Filippov die Ursachen sieht.

Von Detlef Liedmann
Alexander Weber(schwarz) - hier in einem früheren Spiel - steuerte 3 Tore bei.
Alexander Weber(schwarz) - hier in einem früheren Spiel - steuerte 3 Tore bei. Foto: Frank Gehrmann

Delitzsch/MZ - Fehlstart für die Handballer des HC Aschersleben in der Mitteldeutschen Oberliga. Am Samstag verloren die Schützlinge von Dmitry Filippov beim NHV Concordia Delitzsch 20:25.

„Die Jungs haben nicht schlecht gespielt. Aber am Ende hat die Kraft nicht gereicht“, so der zweifache Olympiasieger, der seit vielen Jahren in Aschersleben heimisch ist und dort als Lehrer arbeitet. Für das Spiel in Delitzsch musste er von vornherein auf Stephan Hasselbusch und Jens Schmidt, die beiden etatmäßigen Kreisläufer, verzichten. Später verletzte sich auch noch Filippovs Sohn Andrej. Bei einer rüden Attacke von Steve Baumgärtel nach 24 Minuten landete er auf dem Rücken.

Baumgärtel sah Rot, doch das war nur ein schwacher Trost. Denn für Filippov war das Spiel zu Ende. So kam dann punktuell Co-Trainer Martin Wartmann zum Einsatz. „Das war zwar so nicht geplant, aber was sollten wir machen“, sagt Filippov im Nachhinein. Doch auch Wartmanns Aushilfe konnte nicht verhindern, dass Alexander Weber und Pit Seifert auf den Rückraumpositionen 60 Minuten durchspielen mussten. Wirklich förderlich ist das nicht. Handballer brauchen Pausen zur Regeneration. Sonst leidet am Ende auch die Konzentration. Und die hätte es bis zum Schlusspfiff gebraucht, um was zu holen.

Hausherren mehrfach den Schneid angekauft

Denn das in Delitzsch gegen die Gastgeber um den bundesligaerfahrenen Rückkehrer Thomas Oehlrich etwas zu holen gewesen wäre, zeigten die Alligatoren vor allem im ersten Abschnitt. Nach einer Viertelstunde führte die Mannschaft um den siebenfachen Torschützen Noah Balint mit 8:6. Doch als Felix Uhlig und Pit Seifert kurz hintereinander Zeitstrafen kassierten, nutzte Delitzsch die Überzahl und ging seinerseits mit 10:8 in Führung. Aschersleben indes blieb dran, auch weil Sven Mevissen im Tor den Hausherren mehrfach den Schneid abkaufte. Diese retteten aber doch ein 14:12 in die Pause. In der wurde noch einmal alles versucht, um Filippov Junior vielleicht doch noch einmal fit zu bekommen, aber es half alles nichts.

Auch in Durchgang zwei hielt Aschersleben mit einem enormen Kraftaufwand lange dagegen, ließ Delitzsch nicht davonziehen. 18:20 hieß es aus Sicht der Gäste nach 46 Minuten. Doch dann schlichen sich einige Unkonzentriertheiten ein, besonders, wenn es darum ging, den Ball im gegnerischen Gehäuse unterzubringen.

„Das ist uns ein paar Mal nicht gelungen und so haben wir dann den Anschluss verloren“, analysierte Filippov. Als Niklas Prautzsch in der 55. Minute zum 24:19 traf, war das Spiel mehr oder weniger gelaufen. Filippov versuchte, mit der letzten ihm zur Verfügung stehenden Auszeit die Reihen noch einmal zu ordnen. Mehr als das 20:24 durch Balint gelang aber nicht. Dann passierte drei Minuten nichts, ehe Delitzsch den Schlusspunkt setzte. „Ich hatte ja schon im Vorfeld gesagt, dass alles gut ist, wenn ich alle Spieler zur Verfügung habe. Aber das war ja schon jetzt nicht der Fall“, so Filippov. Und es wird nicht das letzte Mal so gewesen sein. Das erste Heimspiel steigt Samstag, 18. September, 18 Uhr, gegen die Zweite des HC Elbflorenz. Gespielt wird am Ascaneum.

Aschersleben: Mevissen, Gudonis - Kommoß (5/1), P. Seifert (4), Filippov, Wartmann, Weber (3),Uhlig, Lücke, Balint (7), F. Seifert (1)