Fußball

Torefestival des SV 1890 Westerhausen auf Wolfsberg

Heimsieg des Verbandsligisten lässt am Sonntag in der Höhe nichts zu wünschen übrig. Was der Trainer über den nächsten Gegner denkt.

Von Detlef Liedmann
Ist das Kunst oder kann der rein? Denis Neumann hat am Sonntag zweimal für den SV Westerhausen getroffen.
Ist das Kunst oder kann der rein? Denis Neumann hat am Sonntag zweimal für den SV Westerhausen getroffen. Frank Drechsler

Westerhausen/MZ - Am Sonntag haben die Fußballer des SV Westerhausen auf dem Wolfsberg gegen Dölau das gemacht, was ihnen wenige Tage zuvor in Ammendorf nur einmal gelungen ist: Chancen in Tore verwandelt. Schon zur Pause hieß es nach Treffern von Denis Neumann (11., 17.) und Florian Köhler (28.) 3:0.

Neumanns Treffer hatte beide Victor-Ramon Roldan-Arias vorbereitet, dem Köhlers war eine Vorlage von Marcelo Franceschi vorausgegangen. Am Ende verließen die Hausherren die von 161 Zuschauern besuchte Arena mit 7:0 als Sieger und rückten auf Platz drei der Verbandsliga Süd vor. Lukas René Ferchow (70., 78.), Sebastian Hey (85.) und Roldan-Arias (89.) mit seinem ersten Saisontor machten den Deckel drauf. Roldan-Arias, der schnelle Flügelflitzer, entpuppt sich immer mehr als Vorbereiter. Bei Ferchows 5:0 gab er bereits zum sechsten Mal in dieser Saison die Vorlage. „Und zum Schluss hat er sich auch noch belohnt. Schade, dass er zum Spiel in Amsdorf nicht da ist“, so Trainer Marco Wagner.

90 Minuten lang volles Tempo

90 Minuten sei seine Mannschaft hohes Tempo gegangen. „Nur die ersten vier Minuten waren wir in Gefahr. Da hätten wir auch in Rückstand geraten können. Dann aber hatten wir Dölau im Griff.“ Und auch wenn er, wie jeder Trainer, die Frage nicht gerne höre: Eine Antwort, wer seine Führungsspieler sind, hat Wagner natürlich. „Christoph Klötzer, Florian Köhler, Steffen Hägemann und Denis Neumann funktionieren schon als Achse. Sie sind ja nicht umsonst als diejenigen gewählt worden, welche die Kapitänsbinde tragen. Und auf dem Platz merkt man auch, warum.“

Freilich habe jeder seine Qualitäten. Mithin saßen noch sieben Spieler auf der Bank. Und jeder, der am Sonntag eingewechselt worden sei, habe das gezeigt, was von ihm erwartet wird. „Ich sage den Jungs vor jedem Spiel, wie stark sie sind“, so der Coach. Freilich könne man das Verwerten von Chancen nur bedingt trainieren. „Spiel und Übungseinheit sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Das ist nun mal so.“ Aber wenn es laufe, dann laufe es.

„Wir wollen jetzt auch mal gegen ein Spitzenteam was holen“

Wieder hat sich Westerhausen jede Menge Chancen erarbeitet. Und diesmal auch genutzt. Das ist nicht nur gut fürs Torekonto, sondern auch fürs Selbstvertrauen. Das werden Wagners Schützlinge brauchen, wenn sie am kommenden Samstag nach Amsdorf fahren. „Wir haben keine Angst, aber Respekt. Die Amsdorfer stehen ja nicht umsonst auf Platz zwei und zählen seit Jahren zur Spitze im Land.“ Auswärts haben die Westerhäuser in dieser Saison noch nicht viel gerissen. Zwei Punkte in drei Spielen, da gibt es noch Reserven. „Wir wollen jetzt auch mal gegen ein Spitzenteam was holen“, formuliert Wagner die Ansprüche. Nicht nur, aber auch deshalb, weil die Männer vom Wolfsberg in allen bisherigen Spielen gegen Amsdorf leer ausgegangen sind. Aber es fielen auch drei aus.