Verträge für Vandewal und Simpson

Gisa Lions setzen auf englische Achse

Von Christoph Karpe
Neben Eilidh Simpson (r.) wird künftig auch Rachael Vanderwal (l.) für die Gisa Lions spielen.
Neben Eilidh Simpson (r.) wird künftig auch Rachael Vanderwal (l.) für die Gisa Lions spielen. (Foto: Holger John)

Halle (Saale) - An diesen Personalien haben sie bei den Gisa Lions seit Wochen gearbeitet. Jetzt sind die Verträge unterschrieben. Eilidh Simpson hat beim Basketball-Erstligisten verlängert. Und weil Rachael Vanderwal, ihre Verlobte, den halleschen Verein in der abgelaufenen Spielzeit während ihren Wochen als Assistenztrainerin von Sandra Rosanke schätzen gelernt hat, wird sie künftig als Spielerin im Trikot der Löwinnen auflaufen.

Nach ihrer Kreuzband-Verletzung fühlt sie sich bereit für eine neue Herausforderung. Und weil es für Vanderwal wie ein Neustart ist, akzeptierte die einstige Topverdienerin - fünf Jahre in Spaniens Oberhaus - finanzielle Einbußen im Vergleich zur früheren Karriere.

Gisa Lions setzen auf englische Achse

Die zwei englischen Nationalspielerinnen sollen die zentrale Achse des Teams bilden. „Nachdem ich in der letzten Saison Teil der Lions Familie war und mich sehr willkommen gefühlt habe, habe ich mich für Halle entschieden. Ich hoffe, dass ich dem Club helfen kann Erfolg zu haben“, sagt Vanderwal. Die fitte 37-Jährige ist seit 2010 eine tragende Säule der englischen Nationalmannschaft, war 2012 Olympiavierte und lief mit dem Team auch bei der EM 2019 auf den vierten Platz ein.

Mit Simpson bildet sie nicht nur privat ein perfekt harmonierendes Duo. Die hatte in der letzten Saison mit den Lions eine Achterbahnfahrt inklusive Trainerwechsel erlebt. Trotzdem sagt sie: „Ich habe die letzte Saison sehr genossen, es war eine leichte Entscheidung für mich, wieder zu kommen, und ich freue mich auf eine zweite Saison bei den Lions.“

Eilidh Simpson freut sich auf Spiele vor Zuschauern in Halle

In der ersten war Platz acht herausgesprungen. Jetzt will Eilidh Simpson (27) mehr: „Ich würde mit der Mannschaft gern unter die ersten Vier kommen.“ Der Optimismus hat zwei Gründe: Erstens weiß sie, was Rachael Vanderwal, mit der sie seit 2014 gemeinsam in Englands Nationalteam spielt, auf dem Parkett zu leisten im Stande ist. Und zweitens setzt sie große Hoffnungen in die neue griechische Trainerin Katerina Hatzidaki.

„Ein neuer Coach und neue Spielerinnen sind immer aufregend und ich kann es kaum erwarten“, ließ Eilidh Simpson aus dem gemeinsamen Urlaub mit Vanderwal wissen. Und sie brennt darauf, im Herbst dann auch mal in einer vollen Halle spielen zu können. „Ich habe schon sehr viel Gutes über die halleschen Fans gehört“, so Simpson, die wegen der Corona bedingten Geisterspiele ja ausschließlich eine fast leere Erdgas Sportarena kennt.

Die Lions haben nun sieben Spielerinnen unter Vertrag. Damit sind noch fünf Plätze im Kader offen. (mz)