Fußball

Bei Standards wackelt der SC Bernburg bedenklich

Nur einen Punkt in Arnstedt geholt.

Von Detlef Liedmann und Ralf Kandel
Benjamin Lehmeier
Benjamin Lehmeier Foto: S. Brückner

Arnstedt/MZ - 3:1 geführt, am Ende wurde es aber nur ein Punkt. Vor knapp 200 Fußballfans in Arnstedt erreichte Verbandsligist SC Bernburg ein 3:3.

„Wir hatten klar mehr Ballbesitz und die reifere Spielanlage. Aber bei den Standards waren wir zu brav“, so Bernburgs Trainer Benjamin Lehmeier. Vielleicht auch nicht erfahren genug mit zwei 19-jährigen Innenverteidigern und einem noch jüngeren Torhüter. Aus dem Spiel heraus blieb Arnstedt mehr oder weniger blass, setzte vor allem auf seine Kampfkraft.

Jubel vor der Halbzeitpause

Bei sehr guten äußeren Bedingungen waren es die Gastgeber, die als erste Grund zum Jubeln hatten. Nach einer Viertelstunde bekamen sie den ersten Eckball zugesprochen. Bernburgs Keeper Andrejs Klancevics (18) segelte unter dem Ball hindurch, der vor den Füßen von Ousmane N’ Diaye landete.

Der aus Sangerhausen nach Arnstedt gewechselte Neuzugang brachte die Kugel aus wenigen Metern über die Linie. Zudem hatten die Bernburger Glück, als ein Kopfball von Christian Hanne nach dem zweiten Eckball an die Latte klatschte. Noch vor dem Halbzeitpfiff allerdings konnten die Spieler, Trainer und die vielen mitgereisten Fans aus Bernburg jubeln. Cezary Pawel Pankowsky nutzte nach 36 Minuten eine Unstimmigkeit in der Arnstedter Hintermannschaft resolut aus und überwand den bis dahin einige Male famos parierenden Keeper Robby Richter zum 1:1.

Mannschaft hat sich zu weit zurückgezogen

Nach dem Wiederanpfiff der Partie legten die Saalestädter gleich doppelt nach. In der 53. Minuten machte Mario Hesse sein zweites Saisontor, dann war es Adam Jan Grisgraber, der mit seinem fünften Saisontreffer auf 3:1 für Bernburg erhöhte. Gespielt war da eine Stunde. Nicht wenige der 200 Zuschauer glaubten, das Spiel sei gelaufen. Scheinbar auch einige Bernburger Spieler. „Obwohl wir keine Order in dieser Richtung ausgegeben haben, hat sich die Mannschaft zehn Meter zurückgezogen, statt weiter konsequent die Gegenspieler früh anzulaufen. Alles eine Kopfsache“, so der Coach.

Die Arnstedter indes schüttelten sich kurz und kämpften sich ins Spiel zurück. Hanne war es schließlich, der mit seinem ersten Saisontor und dem Anschlusstreffer nach 72 Minuten für neue Hoffnung sorgte. Drei Minuten vor dem Abpfiff gelang den Gastgebern der Ausgleich. Kevin Gierz traf (87.). „Wir haben dann noch einmal Druck gemacht, aber Mario Hesse ist zweimal gescheitert“, so Lehmeier. Und: „Wir wissen, woran wir noch arbeiten müssen.“