Trainer Hasenhüttl

Torschütze Sabitzer zum RB-Leipzig-Sieg in Darmstadt: „Ein bisschen Tapeverband – und dann geht’s rund”

Darmstadt - Das sagen die Protagonisten nach dem in der zweiten Hälfte souveränen und verdienten Auswärtsdreier der Leipziger bei Darmstadt 98:

29.10.2016, 17:18
Cheftrainer und Sportdirektor: Ralph Hasenhüttl und Ralf Rangnick
Cheftrainer und Sportdirektor: Ralph Hasenhüttl und Ralf Rangnick dpa

Das sagen die Protagonisten nach dem in der zweiten Hälfte souveränen und verdienten Auswärtsdreier der Leipziger bei Darmstadt 98:

Ralph Hasenhüttl (Trainer RB Leipzig):

„Das war ein hart erarbeiteter und erkämpfter Sieg. Darmstadt war wie erwartet zuhause sehr schwer zu bespielen, hat uns wenige Räume und Chancen gelassen. Da muss man Geduld haben, versuchen dranzubleiben und den Gegner zu bearbeiten. Das ist uns in der ersten Hälfte zumindest so gelungen, dass wir keinen Chancen zugelassen haben. In der Halbzeit habe ich den Jungs gesagt: Das war okay, aber wir müssen noch zielstrebiger in der letzten Zone werden. Durch die Wechsel haben wir noch etwas mehr Tempo ins Spiel bekommen. Wir haben dann die richtigen Lösungen gefunden, zwei schöne Tore gemacht. Ich bin stolz, dass wir die Aufgabe sehr, sehr souverän gelöst haben.

Norbert Meier (Trainer SV Darmstadt 98):

„Ich kann unserer Mannschaft heute nicht viel vorwerfen. Wir haben gerade defensiv sehr gut gestanden, ganz wenig zugelassen. Zwar haben wir selbst erst in der 84. Minute das Tor der Leipziger das erste Mal anvisiert. Aber auch Leipzig hat nicht viele Chancen gehabt. Das ist Qualität, aus den wenigen Gelegenheiten viel zu machen.”

 

Ralf Rangnick (Sportdirektor RB Leipzig):

„Dieses Spiel in so einer Atmosphäre gegen ein Gegner wie heute so cool herunterzuspielen, ist bemerkenswert. Es gab auch heute wieder keine nennenswerte Schüsse auf unser Tor. Wir haben in neun Spielen sechs Tore kassiert und die wenigsten Schüsse aller Teams auf das eigene Tor zugelassen. Das ist der Schlüssel. Daraus ergeben sich dann Torchancen.”

 

Marcel Sabitzer (Doppeltorschütze RB Leipzig):

„Wer mich kennt, weiß, dass ich immer heiß bin. Aber mit den zwei Toren ist das kein Problem, dass ich erst später reingekommen bin. Ich denke, dass ich es dann nach der Einwechslung in den 35 Minuten ganz gut hinbekommen habe. Wenn man unbedingt spielen will, beißt man nach der Verletzung ein bisschen die Zähne zusammen und fertig – ein bisschen Tapeverband und dann geht’s rund.”

 

Zu den Toren: „Ich bin zweimal zum ersten Pfosten durchgelaufen, einmal hat Timo Werner gut reingespielt, einmal Oliver. Das waren zwei gute Aktionen. Ich bin in den übrigen Spielen ja immer über rechts oder links gekommen und war heute so wie in der vergangenen Saison vorn drin. Das hat gut funktioniert. Aber ich werde immer mein Bestes probieren, egal, wo ich eingesetzt werde.

 

Timo Werner (Stürmer RB Leipzig):

„Mit ein wenig mehr Glück führen wir schon in der ersten Hälfte 1:0. So haben wir uns dann in der zweiten Hälfte früh belohnt. Das zweite Tor war dem Umstand geschuldet, dass Darmstadt etwas aufgemacht hat und wir sie ausgekontert haben – das können wir einfach super. Das war von hinten bis vorn ein super Auftritt von der gesamten Mannschaft.”

 

Marcel Halstenberg (Linksverteidiger RB Leipzig):

„Wir haben auf der Bank sensationelle Spieler. Marcel Sabitzer wird eingewechselt und macht zwei Tore – da bin ich fast sprachlos. So holen wir dann die drei Punkte. Darmstadt stand hinten sehr sicher. Bei der Atmosphäre war es nicht einfach hier. Aber wir haben 90 Minuten alles gegeben und haben sie nach hinten raus weichgeklopft.”

Sven Schipplock (Stürmer Darmstadt 98):

„Das war ein extrem starker Gegner. Es ist schwer, die schnellen Spieler über 90 Minuten im Griff zu haben. Mit dem Selbstvertrauen, das sie gerade haben, können sie sich im eins gegen eins immer wieder gut lösen. Es war dann schwer für uns, nochmal zurückzukommen. Die Leipziger sind einfach gut organisiert. Es sind immer zwei Gegner an dir dran, du hast gar keine Zeit aufzudrehen und das Spiel nach vorn zu machen, weil sie so aggressiv an dir dran sind.” 

Florian Jungwirth (Abwehrspieler Darmstadt 98):

„Leipzig war klar besser als wir. Bei dem Gegenpressing, was sie spielen, ist es unglaublich schwer, nach vorn zu kommen. Das war schon beeindruckend – das ist schon Weltklasse, was sie machen. Dass wir zwei Tore auf die gleiche Art und Weise kassieren, darf uns natürlich nicht passieren. Das war ein hochverdienter Sieg für Leipzig. Wir sind teilweise an unsere Grenzen gestoßen.” (mz)