Kritik von FCB-Stürmer

Thomas Müller über RB Leipzig: „Es war schon aufreizend“

Mitentscheidend für das Comeback des FC Bayern München war eine kurze Phase der Leipziger Machtdemonstration nach dem zwischenzeitlichen 3:1, wie Thomas Müller berichtete.

Von Ullrich Kroemer
Bayern-Stürmer Thomas Müller hatte sichtlich Spaß am späten Sieg bei RB Leipzig.
Bayern-Stürmer Thomas Müller hatte sichtlich Spaß am späten Sieg bei RB Leipzig. imago sportfotodienst

Bayern München drohte eine Blamage, doch die Münchner zogen den Kopf noch aus der Schlinge und triumphierten am Ende mit 5:4 bei RB Leipzig. Aus motivationaler Sicht mitentscheidend für das Comeback der Münchner war auch eine kurze Phase der Leipziger Machtdemonstration nach dem zwischenzeitlichen 3:1, wie Thomas Müller berichtete.

RB Leipzig führte Bayern München phasenweise vor

Nach dem Treffer von Yussuf Poulsen kombinierte RBL phasenweise im Tiki-Taka-Stil wie der FC Barcelona oder der FC Bayern unter Pep Guardiola. Die Leipziger strotzen nur so vor Selbstvertrauen, zeigten phasenweise tolle Kombinationenstafetten, jede Ballberührung wurde von den Zuschauern nun frenetisch beklatscht – eine drohende Demütigung für den Meister.

Thomas Müller über RB Leipzig: „Es hat sichgerächt“

Angesprochen auf die Szene sagte der eingewechselte Thomas Müller: „Es war aufreizend. Das muss man schon sagen. Vielleicht hätten sie das lieber sein lassen sollen. Man kanns ihnen nicht verdenken, aber es hat sich gerächt.”

Am Tag nach dem Spiel antwortete Leipzigs Ersatzkapitän Diego Demme nach dem Auslaufen: „Es ist nicht verboten, mal schnelles Kurzpassspiel einzubauen. Das gibt auch selbst Kraft, wenn man im Ballbesitz ist und nicht hinterherlaufen muss. Das war keine Provokation. Wir lernen auch dazu, dass wir im Ballbesitz besser werden und nicht nur gegen den Ball arbeiten.”

Bayern-Stürmer Müller gab nach Spielende zu: „Es hätte uns wehgetan, wenn wir hier verloren hätten. Wir wollten das Ding unbedingt noch biegen. Dann war es eine kleine Party, etwas Genugtuung war mit dabei. Aber auch Ärger über uns selbst mit dabei.”