Stimmen zur RB-Niederlage

Stimmen zur RB-Niederlage: „Wir sind erhobenen Hauptes ausgeschieden“

Leipzig - Nach der 1:2-Niederlage gegen Besiktas Istanbul im letzten Gruppenspiel am Mittwochabend ist RB Leipzig aus der Champions League ausgeschieden.

Von Ullrich Kroemer und Martin Henkel
Enttäuschung bei den Profis von RBL nach der Heimniederlage gegen Besiktas.
Enttäuschung bei den Profis von RBL nach der Heimniederlage gegen Besiktas. dpa-Zentralbild

Nach der 1:2-Niederlage gegen Besiktas Istanbul im letzten Gruppenspiel am Mittwochabend ist RB Leipzig aus der Champions League ausgeschieden. Für den deutschen Vizemeister geht es 2018 aber immerhin mit der Europa League weiter. Die Stimmen zum Spiel.

Ralph Hasenhüttl (Trainer RB Leipzig): „Besiktas hat es gut gemacht, sie haben sehr effektiv gespielt. Wir haben uns viele Chancen erarbeitet. Aber es gibt solche Tage, wo man vieles richtigmacht und mit leeren Händen dasteht. Wir haben einfach nicht genügend Tore geschossen. Generell haben wir uns in diesen sechs Spielen ordentlich präsentiert. Und auch Lehrgeld bezahlt. Es wäre mehr möglich gewesen.“

RB-Kapitän Willi Orban: «Wir hatten heute Chancen für zwei Spiele, der gegnerische Keeper ist über sich hinausgewachsen. Wir haben alles versucht und sind erhobenen Hauptes ausgeschieden.»

Peter Gulacsi (Torhüter RB Leipzig): „Jeder hat gesehen, dass wir dieses Spiel unbedingt gewinnen wollten, auch noch in Unterzahl. Aber wir waren nicht effektiv heute. Dass wir jetzt Europa League spielen, ist ein Erfolg für uns. Wir wollen den nächsten Entwicklungsschritt machen, das können wir jetzt in den K.o.-Spielen. Ich freue mich drauf.“

Kevin Kampl (Mittelfeldspieler RB Leipzig): „Wir hatten genug Torchancen für mehrere Spiele. Der Ball wollte heute einfach nicht rein. Wir wollten uns mit einem Sieg verabschieden. Das ist nicht gelungen und das ist bitter. Deswegen sind wir auch enttäuscht. Aber wir haben dennoch eine super erste Champions-League-Saison gespielt. Wir werden in der Europa League genauso fokussiert auftreten wie in der Champions League. Klar wussten wir in der Halbzeitpause, wie es auf dem anderen Platz steht. Aber darum ging es gar nicht. Wir wollten einfach die zweite Hälfte gewinnen. Wenn wir das 1:1 ein bisschen eher gemacht hätten, hätten wir das Spiel auch drehen können. Aber wir haben alles versucht, alles reingepackt. Es hat nicht sollen sein.”

Dominik Kaiser (Mittelfeldspieler RB Leipzig): „Wir wollten heute den Dreier hierbehalten. Wir haben die Tabellensituation ausgeblendet und wollten mit zehn Punkten aus der Gruppe gehen. Von daher ist es ärgerlich, weil einfach mehr drin gewesen wäre. Es war eines meiner Ziele in diesem Jahr, dass ich in der Champions League auflaufen darf. Es hat jetzt bis zum sechsten Spieltag gedauert. Aber ich bin trotzdem sehr glücklich, dass ich die Chance bekommen habe und hoffe, dass ich den nächsten Spielen die Chance bekomme.”

Marcel Halstenberg (Verteidiger RB Leipzig): „Wir haben gesagt, dass wir international überwintern wollen. Das haben wir geschafft. Jetzt werden wir sehen, was möglich ist. Wir werden alles raushauen.“

Stefan Ilsanker (Abwehrspieler RB Leipzig): „Dass wir auch hätten gewinnen können, und wären nicht weiter gewesen, weil Monaco in Porto verloren hat, tröstet mich nicht. Wir haben ein geiles Spiel gespielt, aber leider zu wenig Tore gemacht.”

Marvin Compper (Innenverteidiger RB Leipzig): „Wir hatten viele Chancen, es hätte heute ein glorreiches Spiel werden können. Aber wir haben sie nicht genutzt. Besiktas war ziemlich abgeklärt, der Torhüter hatte einen fantastischen Tag. Es war ein Hin und Her heute, hop oder top. Am Ende waren wir nicht mehr gut organisiert. Aber das war die Müdigkeit vieler Spieler, die wirklich viele Meter gegangen sind. Wir wollten das Spiel auch in Unterzahl noch gewinnen. Am Ende fängst Du Dir halt noch einen.”

(mz/mit dpa)