Selke, Nukan, Quaschner, Bruno

Selke, Nukan, Quaschner, Bruno: Erfolgserlebnis für Bank-Quartett von RB Leipzig

Leipzig - Nils Quaschner war die gute Laune auch einen Tag nach RB Leipzigs 2:1-Erfolg gegen 1860 deutlich anzumerken. Mit breiter Brust und einem Lächeln auf den Lippen kam der 21-Jährige vom vormittäglichen ...

Von Ullrich Kroemer
Davie Selke bejubelt sein Tor nach der Einwechslung gegen 1860 München.
Davie Selke bejubelt sein Tor nach der Einwechslung gegen 1860 München. imago sportfotodienst

Nils Quaschner war die gute Laune auch einen Tag nach RB Leipzigs 2:1-Erfolg gegen 1860 deutlich anzumerken. Mit breiter Brust und einem Lächeln auf den Lippen kam der 21-Jährige vom vormittäglichen Regenerationstraining.

„Es fühlt sich gut an, das war einer der wichtigsten Siege der Saison”, sagte der Stürmer. „Dadurch, dass wir auswärts in Freiburg geschwächelt haben, war das Spiel richtungsweisend. Wir haben klar gezeigt, dass wir unseren positiven Trend fortsetzen können.”

Nils Quaschner profitiert von Grippewelle

Quaschner gehörte am Sonntagnachmittag zu jenen Spielern, die von der Grippewelle im Team der „Roten Bullen” profitierten. Der gebürtige Stralsunder stand gegen die Münchner „Löwen” zum ersten Mal bei einem Ligaspiel von Beginn an auf dem Platz.

„Die Leistung ist noch ausbaufähig. Aber die 90 Minuten waren wichtig für mich, ich habe mich gut gefühlt”, sagte Quaschner. Als er nach 60 Minuten als Einzelkämpfer in der zentralen Spitze Unterstützung von dem eingewechselten Davie Selke bekam, tat sich auch Quaschner leichter.

„In der ersten Hälfte war es schleppend, da haben wir das Spiel nach vorn nicht so richtig hinbekommen. Als wir dann zu zweit vorn gespielt haben, ging es einfacher, weil man sich gegenseitig unterstützen kann.” Quaschner sagt selbstbewusst: „Wir haben wieder bewiesen, dass wir mental da sind, wenn es nötig ist und unsere Stärken ausspielen. Qualität setzt sich eben durch.”

Rangnick hat alles richtig gemacht

Überraschend hatte der von Red Bull Salzburg nach Leipzig gewechselte Angreifer zunächst als alleinige Sturmspitze begonnen. Ursprünglich hatte Trainer Ralf Rangnick vom Start weg mit zwei Spitzen agieren wollen. Doch als Davie Selke am Sonntagmorgen ebenfalls angeschlagen war, setzte er zunächst auf Quaschner und Selke auf die Bank. Da der zuletzt kriselnde Acht-Millionen-Mann kurz nach seiner Einwechslung zum 1:1 traf (64.), hat Rangnick alles richtig gemacht.

Selke selbst war am Montag ebenso wenig zu sprechen wie Rangnick, die sich beide wie zahlreiche andere Teammitglieder weiter noch auskurieren müssen. Nur ein kleines Grüppchen von Ersatzspielern war zum individuellen Auslaufprogramm angetreten. Der Rest regenerierte im Trainingszentrum.

Mindestens ebenso überraschend wie Quaschners Aufstellung war der Einsatz von Atinc Nukan als Sechser gewesen. Der lange Türke agierte in seinem fünften Startelfeinsatz auf ungewohnter Position durchwachsen, erhielt aber Lob von Rangnick.

Auch Massimo Bruno mühte sich und gab vor dem 1:1 die Vorlage zur Flanke von Marvin Compper. Den richtigen Durchbruch hat der junge Italo-Belgier wohl noch immer nicht geschafft. Doch man darf annehmen, dass ihm der Einsatz beim Energiesieg gegen 1860 gut getan hat. Der 17. Saisonerfolg gegen 1860 wird von RB auch deswegen als eminent wichtig eingestuft, da die zweite Garde einmal zeigen konnte, wie wichtig sie für die Aufstiegsmission sein kann. (mz)