Rote Bullen machen Druck

Rote Bullen machen Druck: MZ versteigert Kunstdrucke der RB-Leipzig-Profis

Leipzig - Einige Kicker von RB Leipzig haben im Leipziger Museum Druckkunst unterzeichnet. Die Kunstdrucke werden für einen guten Zweck versteigert.

Von Ullrich Kroemer 09.02.2017, 11:45

Die Spieler von RB Leipzig haben am Wochenende bei Borussia Dortmund (Sa., 18.30 Uhr) das spannendste Auswärtsspiel ihrer Karrieren vor sich. Umso bemerkenswerter, dass einige Profis am Tag vor der Abreise noch die Muße hatten sich der Kunst und sozialen Projekten zu widmen.

Im Leipziger Museum für Druckkunst signierten Yussuf Poulsen, Dominik Kaiser, Stefan Ilsanker und Fabio Coltorti die im Dezember selbst gefertigten Kunstdrucke.

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Unter dem Titel „RB Leipzig macht Druck” hatten Coltorti & Co. in der Mannschaftskabine auf Initiative des Schweizer Kunstvermittlers Beat Toniolo Sprüche und Mottos gesammelt und diese dann mithilfe des Museums auf einer historischen Druckmaschine aus dem 18. Jahrhundert selbst produziert.

„RB Leipzig macht Druck”: Auktion geht eine Woche

Nun sind die auf 30 Exemplare limitierten Raritäten auch käuflich zu erwerben – inklusive der Signatur aller beteiligter RB-Spieler. Die Mitteldeutsche Zeitung war bei der Entstehung der Kunstwerke dabei und versteigert zwei der gefragten Exemplare.

Ihre Gebote können Sie per Mail an [email protected] richten. Die Versteigerung läuft eine Woche bis zum kommenden Samstag, den 11. Februar. Die aktuellen Höchstgebote können Sie in den kommenden Tagen hier einsehen.

Der Erlös der versteigerten Drucke kommt je zu einem Drittel der Stiftung des Museums für Druckkunst, dem MZ-Verein „Wir helfen“ und der Kinderhilfsorganisation „Ja sena” („Für dich”) zugute. „Ja sena” unterstützt mittellose Kinder in Griechenland mit Grundnahrungsmitteln, Medikamenten und Decken. RB-Torhüter Coltorti ist Botschafter für die Hilfsorganisation von Marie-Anna Vergitsi, die in Leipzig lebt.

RB-Keeper Fabio Coltorti: „Hilfe für jeden einzelnen verbessert Welt ein bisschen”

„Marie-Anna versucht, mit dem gesammelten Geld, die Leute an verschiedenen Orten in Griechenland zu unterstützen”, sagt der RB-Torhüter. „Sie schaut ganz genau hin, wo sie sich engagiert, um das Geld auch wirklich sinnvoll einzusetzen.

Das ist keine anonyme Organisation, bei der man mit Spenden sein Gewissen beruhigt, sondern Marie-Anna schildert mir ihre Eindrücke, die sie vor Ort sammelt, ganz hautnah. Das geht unter die Haut.”

Coltorti sagt: „Gerade wir als Fußballer, aber auch wir allgemein in Deutschland, dürfen ein privilegiertes Leben führen. Dass man sich da einen Ruck gibt und für ein solches Hilfsprojekt einen Beitrag leistet, ist mir ein Anliegen. Die Hilfe für jeden einzelnen verbessert die Welt ein bisschen.” (mz)