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Reaktionen: Frust bei RB Leipzig: „Slapstick-Tor” wie am „Flipperautomat”

Leipzig - Die Reaktionen nach dem 0:1 von RB Leipzig gegen den SV Sandhausen:

Von Ullrich Kroemer
Der Leipziger Cheftrainer Ralf Rangnick kommentiert das Spielgeschehen.
Der Leipziger Cheftrainer Ralf Rangnick kommentiert das Spielgeschehen. dpa-Zentralbild

Die Reaktionen nach dem 0:1 von RB Leipzig gegen den SV Sandhausen:

 

Ralf Rangnick (Trainer RB Leipzig): „Wir sind frustriert nach dem Spiel heute. An dieser Niederlage hat der Gegner einen großen Anteil gehabt, der es uns taktisch nicht leicht gemacht hat, die Räume waren sehr eng. Wir haben nicht mutig und präzise genug von hinten heraus gespielt, was eigentlich untypisch für uns ist. Wir hatten auch eine untypisch hohe Fehlpassquote. In der zweiten Halbzeit hatten wir uns vorgenommen, noch schneller zu spielen, noch mehr mit Spielverlagerungen zu agieren. Aber gerade in unsere Druckphase hinein, haben wir das Gegentor bekommen. Wir lassen Aziz Bouhaddouz aus dem Stand wie bei einem Benefizspiel flanken. Die Entstehung des Gegentores ärgert mich heute am meisten. Dann hält Pete Gulacsi noch den ersten Ball, doch der springt wie beim Flipperautomat von Korbinian Vollmans Kopf ins Tor. Das hat es nicht einfacher gemacht. So ein Spiel muss man dann auch mal 0:0 spielen.”

Emil Forsberg (Mittelfeldspieler RB Leipzig): „Wir wollten heute gewinnen und haben das nicht geschafft – das war kein guter Abend für uns. Wir hatten die ganze Zeit hinweg den Ball, haben Chancen kreiert, aber wir haben nicht getroffen. So simpel ist es: Wir müssen Tore schießen, hatten genügend Möglichkeiten, und dürfen kein leichtes Gegentor kreieren. Aber wir haben auch insgesamt nicht so gut gespielt, wie wir das können, haben manchmal den Ball zu leicht verloren, falsche Pässe gespielt. Wir hätten einen wichtigen Schritt machen können, haben das aber verpasst. Ich bin wirklich nicht glücklich heute.”

Willi Orban (Abwehrspieler RB Leipzig): „Wir haben heute kein gutes Spiel gemacht, nicht zu unserem Spiel gefunden, zu statisch und unpräzise gespielt, viele eigene Ballverluste gehabt. Als wir dann mal im letzten Drittel drin waren, haben wir zu zögerlich den Abschluss gesucht. Wenn wir zwei, drei Mal früher geschossen hätten, hätten wir bessere Möglichkeiten gehabt, das Tor zu treffen. Hinten haben wir eigentlich gut gestanden, kriegen aber ein aus meiner Sicht lächerliches Slapstick-Tor. Das ist ärgerlich, aber wir wollen jetzt wieder runterkommen und kommenden Montag nach Kaiserslautern fahren und drei Punkte holen.”

Marvin Compper (Abwehrspieler RB Leipzig): „Das war ganz sicher kein schlechtes Spiel von uns – kein Vergleich zum 0:4 im vergangenen Jahr. Wir hatten 17 zu 8 Torschüsse, da können wir ja gar kein schlechtes Spiel gemacht haben, sondern sind an uns selbst gescheitert, an der mangelnden Effektivität im Abschluss. Wenn man sieht, dass wir 90 Minuten malocht haben, kann es nicht an der mangelnden Kraft gelegen haben, wir haben uns mehr bewegt als am Montag in Düsseldorf.”

Dominik Kaiser (Kapitän RB Leipzig): „Es gab viele Dinge, die heute nicht so gepasst haben. Wir sind auf einen extrem gut eingestellten Gegner getroffen. Sandhausen hat sich mit zwei Viererketten auf die Defensive verlassen und uns mit zwei Spitzen schon im Spielaufbau immer wieder gestört. Das ist ihnen gut gelungen, wir haben keinen richtigen Zug in unser Spiel bekommen. Wir haben uns schwer getan, unsere gefährlichen Spieler in Aktionen zu bringen, aus denen sie dann Torchancen kreieren. Deshalb haben wir uns schwergetan. Bei den Möglichkeiten, die da waren, haben wir es nicht geschafft, den Ball ins Tor zu bringen.” (mz)