Auswärtsspiel in Wolfsburg

RBL gegen VfL Wolfsburg: Ralph Hasenhüttl sieht sein Team gut vorbereitet

Leipzig - Vor dem Bundesligaspiel zwischen RB Leipzig und dem VfL Wolfsburg hat Coach Ralph Hasenhüttl am Freitag in einer Pressekonferenz seine Eindrücke zur Mannschaft geschildert

Von Ullrich Kroemer 14.10.2016, 20:51
Auf der PK ließ RBL-Coach Ralph Hasenhüttl noch einige Fragezeichen zur Startaufstellung offen.
Auf der PK ließ RBL-Coach Ralph Hasenhüttl noch einige Fragezeichen zur Startaufstellung offen. imago sportfotodienst

Der Platz neben Ralph Hasenhüttl war am Freitagmittag leer geblieben. Der ursprünglich für die Pressekonferenz von RB Leipzig vorgesehene Spieler mochte sich vor der Partie gegen den VfL Wolfsburg (So., 17.30 Uhr) nicht äußern.

„Das ist auch okay, das muss ich akzeptieren, wenn einer mal nix sagen will”, sagte der österreichische Cheftrainer lächelnd. „Die Jungs sollen sich auf ihr Spiel konzentrieren. Dann muss ich eben ein bisserl mehr erzählen.”

So berichtete Hasenhüttl unter anderem davon, wie er und seine Mannschaft die schwere Aufgabe beim VfL und die Phase nach der Länderspielpause mental angehen werden.

„Wir fühlen uns nicht sorgenfrei. Ich habe nicht das Gefühl, dass es von selbst läuft. Da steckt unglaublich viel Arbeit dahinter”, stellte der Coach klar. „Wir machen uns selbst den Druck, dass wir weiterhin so konstant punkten wollen.”

Als nächsten Entwicklungsschritt wolle der 49-Jährige nun „sehen, wie wir diese lange Pause verdaut haben und ob wir wie gegen Dortmund auf den Punkt da sind.”

RBL-Profis weiterhin stolz auf Punktgewinn gegen BVB

Aus dem Sieg gegen den BVB schöpfen die RB-Spieler noch immer jede Menge Selbstvertrauen. Auch, weil die vielen Bundesliga-Neulinge im Team in diesem Spiel gezeigt haben, dass ihnen eine Länderspielpause nicht aus dem Rhythmus bringen kann.

So hatte Stürmer Timo Werner bereits unter der Woche nach einer Trainingseinheit gesagt: „Wir haben gegen Dortmund eindrucksvoll gezeigt, dass wir mit so einem Bruch gut umgehen können. Ich mache mir keine Sorgen, dass wir durch die Pause in unserem Spiel beirrt sind.”

Obwohl phasenweise nur sieben Feldspieler auf dem Platz standen, habe das Team die lange Pause nutzen können, sagte Hasenhüttl. Zwar sei dem 49-Jährigen die Unterbrechung wie „Ewigkeit” vorgekommen.

„Das hat uns auch mal gut getan”, sagte der Fußballlehrer, „aber wir haben uns nicht 16 Tage lang in den Armen gelegen und uns gefreut, wie geil wir das in den ersten Spielen gemacht haben.”

Kicker von RBL gehen Defizite an

Stattdessen feilten Hasenhüttl & Co. mit jenen Akteuren, die da waren – unter anderem Kapitän Dominik Kaiser und die komplette Viererkette – an der Feinjustierung.

„Wir haben die Zeit gut genutzt, hatten einige Defizite aufzuarbeiten, und das haben wir gemacht”, sagte Hasenhüttl. „Ich hoffe, man sieht das am Wochenende auch.”

Der Alleinunterhalter auf dem Podium forderte ein erneut „temporeiches, leidenschaftliches Spiel” von seiner Mannschaft ein. „Wir wollen zeigen, dass wir nichts an unserem Ehrgeiz und unserem Hunger verloren haben.” 

Ralph Hasenhüttl lässt Startelf gegen VfL Wolfsburg offen

Welche Kicker das in Wolfsburg von Beginn an zeigen dürfen, hat Hasenhüttl noch nicht entschieden. Vor allem die Entscheidung im defensiven Mittelffeld bereite ihm regelrechte Schmerzen, bekannte er.

Da Wolfsburg in den vergangenen Spielen zwar viele Chancen hatte, aber zu wenig Tore erzielte, gab er die Parole aus, möglichst gar keine Chancen zuzulassen. „Das ist eine Qualität von uns und darauf lag auch das Hauptaugenmerk im Training.”  

So dürften gegen den spielstarken VfL die Kämpfer Diego Demme und Stefan Ilsanker den Vorzug vor Naby Keita bekommen. „Am liebsten würde ich alle Drei spielen lassen, aber das geht nicht”, sagte Hasenhüttl. Konzentriert und ausgeruht jedenfalls dürften alle Spieler sein – ganz ohne ablenkende Fragen der Journalisten. (mz)