Nach 2:2 in Frankfurt

RB-Trainer Hasenhüttl nach 2:2 in Frankfurt: „Noch keine Spitzenmannschaft”

Leipzig/Frankfurt am Main - Trainer und Spieler von RB Leipzig waren nach dem Last-Minute-Remis von RBL bei Eintracht Frankfurt angefressen.

20.05.2017, 18:31
Ralph Hasenhüttl war mit dem Ergebnis von RB Leipzig in Frankfurt unzufrieden.
Ralph Hasenhüttl war mit dem Ergebnis von RB Leipzig in Frankfurt unzufrieden. imago sportfotodienst

Die Stimmen der Protagonisten nach dem 2:2 (0:1) zwischen Eintracht Frankfurt und RB Leipzig:

Ralph Hasenhüttl (Trainer RB Leipzig): „Ich bin gar nicht glücklich. Wir hätten heute einen Rekord aufstellen können, den uns wohl keiner mehr hätte nehmen können. Wir sind in der Hinsicht noch keine Spitzenmannschaft. Wir sind nicht in der Lage, das Ding in der Schlussphase über die Runden zu bringen. Das tut mir enorm weh, das sind ein, zwei Meter, die man sich nach hinten schenkt. Das darf nicht sein. Die Mannschaft hat viel geleistet in dieser Saison, aber es ist schade, wenn man sich in der Schlussphase so die Butter vom Brot nehmen lässt.”

Emil Forsberg (Offensivspieler RB Leipzig): „Wir ärgern uns sehr. Wir hatten das Spiel in der Hand, aber wir haben in der zweiten Hälfte zu tief gestanden. Aber wir haben eine geile Saison gespielt, nur die letzten zwei Wochen waren etwas zu locker. Trotzdem ist jeder Spieler sehr stolz. Wir freuen uns jetzt schon sehr auf die nächste Saison.”

Diego Demme (Ersatzkapitän RB Leipzig): „Wir haben ein super Auswärtsspiel gemacht, sind sehr dominant aufgetreten. Vielleicht haben die letzten Prozent heute gefehlt, um den letzten Sprint reinzugehen. Wir müssen das über die Bühne bringen, aber wir sind noch nicht am Ende unserer Entwicklung. Wir lernen durch solche Fehler. Ich denke, wir können sein auf die Leistung, die wir heute und die ganze Saison über gezeigt haben.”

Zum verpassten Aufsteiger-Rekord:

„Es ist ein Wermutstropfen, aber wir haben dieses Jahr viele Rekorde gebrochen, sind Vize-Meister und lassen uns die Laune jetzt nicht durch diesen einen verpassten Rekord verderben.”

Bruno Hübner (Sportdirektor Eintracht Frankfurt): „Sich heute so von den Fans zu verabschieden und mit diesem Ergebnis nach Berlin zu fahren, ist optimal. Wir haben jetzt unheimlich Selbstvertrauen, in einem Spiel ist alles möglich. Wir wissen, dass Borussia Dortmund ein übermächtiger Gegner ist. Aber das Ergebnis heute hat uns geholfen.” (mz/Sky)

Aufgezeichnet von Ullrich Kroemer via Sky.