Reaktionen zu RBL vs. Hoffenheim

RB Leipzig vs. Hoffenheim: Ralph Hasenhüttl: „Das 2:1 war erzwungenes Glück”

Leipzig - Das sagten die Protagonisten nach dem 2:1-Erfolg von RB Leipzig gegen die bis zum heuten Nachmittag noch ungeschlagenen Hoffenheimer.

Von Ullrich Kroemer 28.01.2017, 17:43
Freundliches Aufeinandertreffen: Die Trainer Ralph Hasenhüttl (RB Leipzig, l.) und Julian Nagelsmann (TSG Hoffenheim)
Freundliches Aufeinandertreffen: Die Trainer Ralph Hasenhüttl (RB Leipzig, l.) und Julian Nagelsmann (TSG Hoffenheim) imago sportfotodienst

Das sagten die Protagonisten nach dem 2:1-Erfolg von RB Leipzig gegen die bis zum heuten Nachmittag noch ungeschlagenen Hoffenheimer.

Julian Nagelsmann (Trainer TSG Hoffenheim): „Wir waren heute die schwächere Mannschaft zweier guter Bundesligateams und haben verdient verloren. Beim 1:0 hat man gesehen, was unser Plan heute war, welche Konterräume wir vorbereitet hatten. Wir haben es aber über das gesamte Spiel gesehen nicht geschafft, diese Konterräume zu bespielen. RB lauert, geht gnadenlos auf den zweiten Ball und kommt mit Tempo über die Flügel. Das ist nicht immer einfach zu verteidigen.”

Zur Roten Karte und zum Gegentor zum 2:1:

„Nach der Roten Karte war es dann nochmal schwerer Zugriff zu kriegen. Mit dem Gegentor hat die Rote Karte aber nichts zu tun, weil wir in der letzten Linie keine Unterzahlsituation haben, sondern wir spekulieren in der Verteidigungssituation auf einen Rückpass oder einen Querball. Dann wird der Schuss unglücklich abgefälscht. Das ist auch manchmal erarbeitetes Glück.”

Ralph Hasenhüttl (Trainer RB Leipzig): „Wir haben heute gesehen, warum diese beiden Mannschaften da stehen, wo sie stehen. Die ersten 15 Minuten haben wir sehr gut agiert, sehr mutig. Der überragend herausgespielte Konter, der zum 1:0 geführt hat, war kaum zu verteidigen. Da hat man die Klasse des Gegners gesehen. Wir haben etwas gebraucht, um uns zu sammeln, aber dann waren wir wieder da und scharf. Beim 1:1 setzen wir nochmal nach und nochmal, gewinnen den Ball und Timo Werner hat das dann sehr schön gemacht. In der Halbzeit waren ein paar Feinjustierungen nötig. Aber generell hat die Mannschaft heute taktisch sehr, sehr gut agiert. Das 2:1 war dann erzwungenes Glück.”

„Das waren big points gegen einen richtig guten Gegner. Deswegen war es heute wirklich ein sehr, sehr wichtiger Schritt gegen einen direkten Verfolger für uns. Bisher hatte es noch keine Mannschaft geschafft, diesen Schritt zu tun. Darauf sind wir sehr stolz.”

Timo Werner (Stürmer RB Leipzig): „Wir haben gezeigt, was wir können und dass Hoffenheim auch schlagbar ist. Ich habe in den letzten Spielen sehr gut getroffen, habe meine Spielfreude zurückgefunden, den Riecher vor dem Tor. Heute musste ich den Ball nach der Vorbereitung von Naby Keita nur noch am Torwart vorbei stupsen. Wenn wir so weiter spielen wie bisher, können wir unsere Position halten.”

Dominik Kaiser (Kapitän RB Leipzig): „Das war super für uns heute. Unglaublich, dass wir nach der Pause wieder so in die Spur finden. Es ging hin und her, es war in den Aktionen ein enormes Tempo drin, beide Mannschaften haben auf hohem Niveau agiert. Durch die Rote Karte haben wir dann einen Vorteil und haben uns durch eine glückliche Aktion belohnt, aber das gehört auch dazu.”

Niklas Süle (Verteidiger TSG Hoffenheim): „RB hat sich den Sieg verdient heute. Wir hätten mehr investieren müssen. Dann haben wir zwei Eiertore bekommen und die Rote Karte. Dann war es ganz schwer, was mitzunehmen. Wir haben versucht, über außen das Spiel zu eröffnen, weil die Mitte bei den Leipzigern einfach unglaublich zugestellt ist. Aber wir hatten dann die Männer nicht so in der Zentrale, wie wir uns das erhofft hatten, um vorn übers Zentrum gefährlich zu werden. Ich mache mir jetzt aber keine Gedanken, dass irgendjemand traurig ist. Das wird keinen groß belasten. Wir wollen weiterhin oben dranbleiben, haben eine Riesenqualität in der Offensive.” (mz)