Wölfe im Blick

RB Leipzig vor Spiel gegen VfL Wolfsburg: Ralp Hasenhüttl warnt vor starken Wölfen

Leipzig - RB Leipzig vor dem Auswärtsspiel gegen den VfL Wolfsburg: RBL-Coach Ralph Hasenhüttl warnt sein Team vor der Stärke der Wölfe.

Von Martin Henkel
Nach dem Ausscheiden in der Champions League und dem Unentschieden gegen Mainz erwartet RB-Coach Ralph Hasenhüttl beim VfL Wolfsburg einen Erfolg seiner Mannschaft.
Nach dem Ausscheiden in der Champions League und dem Unentschieden gegen Mainz erwartet RB-Coach Ralph Hasenhüttl beim VfL Wolfsburg einen Erfolg seiner Mannschaft. imago sportfotodienst

Emil Forsberg spielt auch nicht gegen den VfL Wolfsburg am Dienstag (18.30 Uhr), der Schwede laboriert weiter an einer Bauchmuskelzerrung. Trainer Ralph Hasenhüttl will nichts „riskieren“, bedauerte aber den dritten Ausfall seines Spielmachers nacheinder.

Weil: „Emil ist natürlich ein sehr wichtiger Spieler für uns.“ Und, noch viel wichtiger und deshalb besonders blöd: „Emil hat vergangene Saison gegen den VfL das Siegtor geschossen.“

Das ist auch in Wolfsburg gewesen, das Heimspiel verloren die Sachsen 0:1. Der 26-Jährige hatte das einzige Tor der Partie geschossen. Allerdings auch einen Strafstoß einen Meter nebens Tor gesetzt, weshalb man es so und auch andere sehen kann. Bei den Standard-Fauxpas`, die den Leipziger zuletzt so gehäuft unterlaufen sind, ist ein Risikofaktor weniger mal nicht so schlecht.

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Scherz beiseite! Hasenhüttl hätte Forsberg ganz gut gebrauchen können. Zwei Spiele vor Jahresende gehen doch mehr Spiele am Stock als von Hasenhüttl erwartet, der mit Argusaugen darauf geachtet hat, dass kein Spieler über seine Leistungslimits geht.

Jean-Kévin Augustin und Bernardo meldete sich krank ab, Marcel Sabitzer (Schulter) fehlt ohnehin. Rechtsverteidiger Lukas Klostermann, so Hasenhüttl, brauche zudem vielleicht auch mal eine Pause.

Aber: Naby Keita und Dayot Upamecano seien einsatzfähig. Heißt, Stefan Ilsanker könnte aus der Innenverteidigung gehen und für Klostermann spielen.

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Oder "Domme Kaiser, der hat das auch schon mal gemacht“. Wer weiß, Hasenhüttl ließ durchblicken, dass Dominik Kaiser mit einem 166. Spiel für RB Leipzig rechnen könnte, nachdem er schon beim 2:2 gegen den FSV Mainz 05 von Beginn an aufgelaufen war.

Apropos: Das späte Standardgegentor-Remis gegen die Mainzer, so Hasenhüttl am Montagmorgen, sei aufgearbeitet. „Ich habe versucht, es richtig einzuordnen.“

Sei ihm gelungen. „Nach Champions-League-Spielen ist es uns immer schwergefallen, über 90 Minuten konstant zu sein. Wir hatten viele Spiele, wo wir auch hätten remis spielen können. Wir haben das erste Mal eine Mehrfachbelastung auf höchstem Niveau und sind trotzdem Zweiter. Ich finde, das ist beachtlich.“

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Da war sie wieder, die gute Laune, die dem RB-Kader am Samstag kurz abhandengekommen war. Das alte Credo war wieder aktiv: Verständnis, Lehren ziehen, abhaken, weitermachen. „Nach dem ersten Frust haben wir es abgehandelt und den Fokus nach vorn gelegt." Also auf das Spiel in Wolfsburg.

Nicht einfach, ganz und gar nicht. Trainer Martin Schmidt hat den zu Beginn strauchelnden VW-Klub wieder stabilisiert. Vielleicht hat der 50-Jährige es mit der Standhaftigkeit etwas übertrieben, Wolfsburg lässt zwar wenig anbrennen, feuert aber auch nicht unbedingt in jedem Spiel etwas ab. Der VfL hat in dieser Saison bereits neun Mal Unentschieden gespielt, Liga-Bestwert ist das. Zuletzt 0:0 in Hamburg.

Hasenhüttl nimmt beim Gegner trotzdem eine Trendwende wahr. Wolfsburg hat von den vergangenen vier Spielen zwei gewonnen. „Der VfL hat sehr viel Qualität“, sagte Hasenhüttl, „die Stürmer sind sehr schnell und technisch stark. Dahinter steht eine sehr gute Kette und zwei sehr disziplinierte Sechser." Wolfsburg sei eine Mannschaft, "die man weiter vorn erwartet hat. Mein Kollege hat es gut gemacht. Wir müssen unser Bestes geben, wenn wir dort etwas holen wollen.“ (mz)