Stimmen zur RB-Niederlage

RB Leipzig verliert beim FC Ingolstadt - Interviews nach dem Spiel

Ingolstadt - Als Tabellenführer beim Tabellenletzten anzutreten – sieht einfach aus. War aber schwerer als schwer für RB Leipzig. Die Sachsen verloren gegen den FC Ingolstadt mit 0:1 (0:1) ein Spiel, in dem der vermeintliche Underdog offensichtlich den besseren Plan hatte. Die bessere Einstellung auf Stärken und Schwächen des Gegners. Und weit mehr Leidenschaf, mit der die Leipziger fast 40 Minuten nichts anzufangen wussten. Sie verloren so gut wie jeden ...

Von Martin Henkel und Ullrich Kroemer 10.12.2016, 18:03
Martin Hansen vereitelt Emil Forsbergs Torabschluss.
Martin Hansen vereitelt Emil Forsbergs Torabschluss. X01425

Als Tabellenführer beim Tabellenletzten anzutreten – sieht einfach aus. War aber schwerer als schwer für RB Leipzig. Die Sachsen verloren gegen den FC Ingolstadt mit 0:1 (0:1) ein Spiel, in dem der vermeintliche Underdog offensichtlich den besseren Plan hatte. Die bessere Einstellung auf Stärken und Schwächen des Gegners. Und weit mehr Leidenschaf, mit der die Leipziger fast 40 Minuten nichts anzufangen wussten. Sie verloren so gut wie jeden Zweikampf.

RB hatte so nach dem Spiel nicht nur eine vermeidbare Niederlage zu verarbeiten. Sondern auch die Frage, wie es kommen konnte, dass sie nach 13 Niederlagelosen Spielen so einfach zu besiegen waren. Eine Antwort darauf geben wollten sie aber nicht. Wie schon nach der Niederlage gegen Dynamo Dresden in der 1. Runde des DFB-Pokals stackelten die Spieler wortlos in die Kabine. Lediglich Emil Forsberg stellte sich ein paar Nachfragen. Und natürlich Trainer Ralph Hasenhüttl. Das aber ungewohnt schmallippig.

Ralph Hasenhüttl (Trainer RB Leipzig)

"Glückwunsch an Ingolstadt zum Sieg. Es gab heute wenig Spielfluss und viele Unterbrechungen. Wir waren auch nicht mutig genug. Das haben wir versucht, in der Halbzeit zu ändern. Wir haben es dann besser gemacht und hatten unsere Chancen, die wir aber nicht rein gebracht haben. Und dann kommt so ein Spiel zustande. Jedem, der jetzt fragt, wie meine Jungs mit der ersten Niederlage der Saison umgehen, dem sage ich: Das sehen wir kommendes Wochenende gegen Hertha."

Maik Walpurgis (Trainer FC Ingolstadt)

"Danke für die Glückwünsche. Die gebe ich direkt weiter an die Mannschaft. Sie hat mit ganz viel Leidenschaft aber auch taktischem Zuschieben der Räume sich diesen Sieg erarbeitet. Wir haben uns die ganze Woche über intensiv auf den Gegner vorbereitet, was mir natürlich leicht fällt, weil ich in der 2. Liga öfter schon gegen RB gespielt habe. Wir wussten, wie stark Leipzig in der Offensive ist, wie schnell sie sind. Da muss man hellwach sein. Das war meine Mannschaft, es hat gut geklappt. Wir wussten im Vorfeld, dass, wenn alles passt, wir Leipzig schlagen können."

Emil Forsberg (Mittelfeldspieler RB Leipzig)

"Es war ein hartes Spiel heute, viele Zweikämpfe, viele Emotionen. Wir hatten zwar oft den Ball, aber unser Spiel mit dem Ball war nicht gut heute. Wir hatten wenige Chancen, und haben viele Fehler gemacht. Zum Ende des Spiels habe ich die große Chance zum Ausgleich. Normalerweise mache ich den rein, aber es sollte heute nicht sein. Ich habe die Hacke vom Gegenspieler getroffen. Ingolstadt wollte heute nicht Fußball spielen, das haben sie sehr gut gemacht. Aber Kopf hoch, es war die erste Niederlage der Saison."

Alfredo Morales (Mittelfeldspieler FC Ingolstadt)

"Es hat sicherlich niemand gedacht, dass wir eine Chance haben. So ist das immer: Erster gegen Letzter. Aber wir haben in der 1. Halbzeit überragend gespielt. Wir wussten, wie sie spielen wollten. Der Trainer hat uns bestens eingestellt gehabt. Und RB dachte vielleicht auch, dass sie wissen, wie wir spielen. Dass wir dann mit einer Dreierkette und vier Mann vor der Abwehr agiert haben, das hat sie vielleicht überrascht. Der Gegner hatte fast keine Chance, wir haben ein Tor gemacht. Ich denke, wir haben das überragend gemacht."

Roger (Abwehrspieler, Torschütze FC Ingolstadt)

"Wir haben 95 Minuten lang gekämpft, so wie wir das in den letzten Spielzeiten immer gemacht haben. Das war ein Schlüssel zum Erfolg. Dass Ralph Hasenhüttl heute unser Gegner war, das war schon besonders. Wir hatten unsere beste Zeit mit ihm. Aber so ist das im Leben."

(mz)