Kommentar zu RB Leipzig

RB Leipzig: Stetes Ausloten der eigenen Grenzen

Leipzig - RB Leipzig spielt in der nächsten Saison in der Champions-League

Von Christian Elsaeßer
Ralf Rangnick und RB Leipzig können sich ab der kommenden Saison auf der größten europäischen Bühne präsentieren.
Ralf Rangnick und RB Leipzig können sich ab der kommenden Saison auf der größten europäischen Bühne präsentieren. dpa-Zentralbild

Dieser letzte Akt war ja nur noch Vollzug dessen, was längst klar war. RB Leipzig spielt in der kommenden Saison in der Fußball-Champions-League. Innerhalb von acht Jahren aus der fünften Liga in die Königsklasse – ein irrer Aufstieg.

An dieser Stelle sei die hinlänglich debattierte Frage nach Fußball-Kommerz-Tradition einmal ganz bewusst ausgeklammert und einfach einmal der Fokus auf den Kern des Ganzen gelegt: auf den Fußball, auf die Fußballer, die RB zu dem gemacht haben, was es heute ist.

RB Leipzig ist eine Revolution. Nicht auf taktischer Ebene - es gab andere Verein, die ähnlich gespielt haben. Sehr wohl aber in der Konsequenz der Personalpolitik, mit der dieser Verein operiert.

Ausnahmslos junge Spieler zu holen und sie zu verbessern, ist eine hehre Idee, deren Scheitern im Grunde jedes Jahr aufs Neue programmiert ist. Und genau das macht diesen Verein wirklich faszinierend zu beobachten: Die Idee ist nicht gescheitert. Sie hat ihre Grenze noch nicht erreicht. Einstige Drittliga-Spieler sind heute Leistungsträger bei einem Champions-League-Team.

RB hat die nächste, die höchste Ebene erreicht. Und wieder wird dies verbunden sein mit der Frage: Wie schlägt sich das Leipziger Modell nun? Wo ist die Grenze für RB? Auf geht’s in die Champions League.

Den Autoren erreichen Sie unter: christian.elsaesser@mz-web.de (mz)