RB Leipzig siegt gegen Darmstadt

RB Leipzig siegt gegen Darmstadt: Erstliga-Traum geht dank Torwart Fabio Coltorti weiter

Leipzig - Drei Stürmer und sogar Edel-Reservist Daniel Frahn schafften den Siegtreffer nicht. Doch dann kam Keeper Fabio Coltorti und rammte den Ball in der dritten Minute der Nachspielzeit zum 2:1 (0:0) gegen den SV Darmstadt ins Tor. Mit dem vierten Heimsieg in Serie wahrte RasenBallsport Leipzig am Freitagabend seine Chance auf den Erstliga-Aufstieg. Jetzt sind es nur noch drei Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz - bei noch vier Spielen. Vor 25 336 Zuschauern in der Red Bull Arena erzielte Hanno Behrens (77.) die Gästeführung, ehe Lukas Klostermann (79.) den Ausgleich markierte. Mit dem Siegtor von Coltorti brachen dann alle Dämme. Der Keeper wurde von seinen Mitspielern auf den Schultern durchs Stadionrund ...

Die Leipziger feiern ihren Torwart Fabio Coltorti, der den Siegtreffer zum 2:1 verantwortete.

Drei Stürmer und sogar Edel-Reservist Daniel Frahn schafften den Siegtreffer nicht. Doch dann kam Keeper Fabio Coltorti und rammte den Ball in der dritten Minute der Nachspielzeit zum 2:1 (0:0) gegen den SV Darmstadt ins Tor. Mit dem vierten Heimsieg in Serie wahrte RasenBallsport Leipzig am Freitagabend seine Chance auf den Erstliga-Aufstieg. Jetzt sind es nur noch drei Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz - bei noch vier Spielen. Vor 25 336 Zuschauern in der Red Bull Arena erzielte Hanno Behrens (77.) die Gästeführung, ehe Lukas Klostermann (79.) den Ausgleich markierte. Mit dem Siegtor von Coltorti brachen dann alle Dämme. Der Keeper wurde von seinen Mitspielern auf den Schultern durchs Stadionrund getragen.

„Das ist der absolute Wahnsinn. Ich bin so glücklich“, sagte Coltorti nach einer völlig verrückten Schlussphase. „Wir wollten bei einer so starken Mannschaft nicht ins offene Messer laufen. Daher wollten wir auf unsere Chance warten, was ja kurzfristig auch geklappt hat“, sagte Darmstadts Keeper Christian Mathenia. „Respekt an meine Jungs. Sie haben sich nie aufgegeben“, lobte Coach Achim Beierlorzer, der sich immer größere Chancen auf einen künftigen Cheftrainerposten ausrechnen darf.

Das Spiel war von Beginn an von den beiden starken Abwehrreihen geprägt. Immerhin warnte Darmstadts Coach Dirk Schuster seine Elf vor dem Spiel: „Wenn die Leipziger ihre komplette Qualität abrufen, hilft es oftmals nur noch, den Sturzhelm aufzusetzen und beide Sicherheitsgurte festzuzurren.“ Ein herrliches Solo von Yordy Reyna in der sechsten Minute war das erste Achtungszeichen der Gastgeber, die mit einem Dreiersturm voll auf Offensive setzten. Der quirlige Stürmer verfehlte jedoch knapp das Gehäuse. Ansonsten fehlte Leipzig der Schwung aus dem Lauternspiel, auch weil die spielerischen Momente des gesperrten Emil Forsberg fehlten.

Lilien witterten vor allem Konterchancen

Das erste Offensivsignal sendeten die Darmstädter nach einer halben Stunde per Kopfball von Tobias Kempe. In dieser Phase hatte Leipzig zwar mehr Spielanteile, doch die Bemühungen im Angriff endeten meistens ideenlos an der Strafraumgrenze. Wenn ein Ball durchkam, war SV-Keeper Christian Mathenia hellwach. Glück hatten die Leipziger nach einem von Keeper Fabio Coltorti verpassten Ball, den Kempe (36.) aus Nahdistanz nicht richtig traf. Danach rettete Joshua Kimmich (44.) auf der Linie. Auf der Gegenseite machte Marvin Compper (42.) einen Freistoß von Dominik Kaiser aus 22 Metern „scharf“, weil er im Luftduell den Ball mit der Hand weiterbeförderte. Dafür sah er die Gelbe Karte.

Darmstadt kam mit mehr Schwung aus der Kabine. Die Lilien witterten vor allem Konterchancen. Als Leipzig dank mehr Spielanteile wieder die Regie übernahm und Beierlorzer unter dem Jubel der Fans Liebling Frahn brachte, schockte Behrens mit seinem Führungstor nach einer Flanke von Kempe die Leipziger. Doch praktisch im Gegenzug traf Klostermann nach einem Pressschlag zum Ausgleich, ehe Torwart Coltorti aus Nahdistanz seine Stürmerqualitäten offenbarte. (dpa)