RB Leipzig

RB Leipzig: Nur ein Verein muss häufiger montags ran als die "Roten Bullen"

Leipzig - Das "Topspiel" der zweiten Bundesliga am Montagabend - über kaum einen anderen Spieltermin wird in den deutschen Fußball-Ligen häufiger diskutiert. Seit 1993 ist die Live-Begegnung ein fester Bestandteil des TV-Programms. Erst im DSF, nun beim Nachfolgesender sport1. Das Format ist trotz zwischenzeitlicher Quoten-Sorgen mittlerweile so erfolgreich, dass nun auch die Bundesliga mit der Einführung von Montagsspielen ...

Von Max Ohlert

Das "Topspiel" der zweiten Bundesliga am Montagabend - über kaum einen anderen Spieltermin wird in den deutschen Fußball-Ligen häufiger diskutiert. Seit 1993 ist die Live-Begegnung ein fester Bestandteil des TV-Programms. Erst im DSF, nun beim Nachfolgesender sport1. Das Format ist trotz zwischenzeitlicher Quoten-Sorgen mittlerweile so erfolgreich, dass nun auch die Bundesliga mit der Einführung von Montagsspielen liebäugelt.

Die Bundesliga erhofft sich dadurch eine massive Steigerung der TV-Einnahmen. Des einen Freud ist jedoch des anderen Leid: Die Ansetzung am Montagabend um 20.15 Uhr sei absolut fan-unfreundlich, erklärte die Organisation "ProFans" in den letzten Jahren mehrfach. Reisende Auswärtsfans müssten für die jeweiligen Partien Urlaub nehmen oder hätten bei größeren Distanzen erst gar keine Möglichkeit, ihre Mannschaft im Stadion zu unterstützen.

RB-Quote über dem Durchschnitt

Für die Vereine wiederum bedeutet ein Montagspiel zwar mitunter weniger Zuschauereinnahmen, da das Stadion nicht so gut ausgelastet ist, allerdings auch eine lukrative TV-Präsenz. Zur Partie zwischen RB Leipzig gegen Fortuna Düsseldorf kamen zum Beispiel "nur" 17.087 Zuschauer - Minusrekord für die "Roten Bullen". Allerdings: 920.000 Fußball-Fans (ab drei Jahren) verfolgten das Duell am TV.

Apropos: Die Sachsen mussten bereits sechs Mal in dieser Saison montags ran, ein siebter Auftritt folgt am 20. April in Kaiserslautern. Nur der 1. FC Nürnberg muss häufiger an einem Montagabend antreten. Für RB Leipzig ist die Ansetzung jedoch unter dem Strich ein Erfolg. Sportlich, da keines der bisherigen Partien verloren wurde (ein Sieg, fünf Unentschieden). Und mit Blick auf die Vermarktung ebenfalls. 910.000 Fans verfolgen in der Regel die Montagspiele der Leipziger, der Gesamtschnitt in der aktuellen Saison liegt bei 0,87 Mio. Zuschauern. In der Zielgruppe 14-49 Jahre schafft RasenBallsport einen Marktanteil von vier Prozent, im Durchschnitt sind es 3,8%. Red Bull wird's freuen...

So oft spielen die Vereine montags

Acht Ansetzungen: 1. FC Nürnberg
Sieben Ansetzungen: RB Leipzig, Fortuna Düsseldorf
Sechs Ansetzungen: TSV 1860 München
Fünf Ansetzungen: 1. FC Kaiserslautern, SpVgg Greuther Fürth
Vier Ansetzungen: FC St. Pauli
Drei Ansetzungen: Eintracht Braunschweig
Zwei Ansetzungen: VfL Bochum, 1. FC Heidenheim, SV Darmstadt 98, FC Ingolstadt, Karlsruher SC
Eine Ansetzung: 1. FC Union Berlin, Erzgebirge Aue
ohne Montagsspiel: SV Sandhausen, VfR Aalen, FSV Frankfurt