RB Leipzig

RB Leipzig: Mannschaft vor DFB-Pokal im Offensiv-Modus

Leipzig - Ein Sieg zur rechten Zeit: Drei Tage vor dem DFB-Pokal-Hit zwischen RB Leipzig und dem VfL Wolfsburg haben die Sachsen mit dem 3:2-Erfolg am Sonntag in der 2. Fußball-Bundesliga gegen den 1. FC Union Berlin jede Menge Selbstvertrauen getankt. „Das war der Fußball, den wir uns vorstellen“, lobte Sportdirektor Ralf Rangnick und befeuerte gleich wieder die Fantasien vom Durchmarsch in die Bundesliga: „Wenn wir von den verbleibenden elf Spielen neun gewinnen, geht noch ...

02.03.2015, 09:24

Ein Sieg zur rechten Zeit: Drei Tage vor dem DFB-Pokal-Hit zwischen RB Leipzig und dem VfL Wolfsburg haben die Sachsen mit dem 3:2-Erfolg am Sonntag in der 2. Fußball-Bundesliga gegen den 1. FC Union Berlin jede Menge Selbstvertrauen getankt. „Das war der Fußball, den wir uns vorstellen“, lobte Sportdirektor Ralf Rangnick und befeuerte gleich wieder die Fantasien vom Durchmarsch in die Bundesliga: „Wenn wir von den verbleibenden elf Spielen neun gewinnen, geht noch was.“

Wichtigster Aspekt ist die zurück gewonnene Offensivkraft. Im November hatten die Sachsen letztmals mehr als zwei Tore erzielt. Mit Blick auf die Herausforderung gegen den Champions-League-Aspiranten am Mittwoch grinste Winterneuzugang Emil Forsberg und sagte: „Nichts ist unmöglich. Wir fühlen uns von Woche zu Woche besser.“

Red-Bull-Arena zum ersten Mal ausverkauft?

Zum ersten Mal wird die Red-Bull-Arena wohl mit 43.500 Zuschauern ausverkauft sein. Am Sonntagabend waren noch 1000 Restkarten zu haben und der Club hofft, durch die Werbung mit dem Offensiv-Spektaktel diese auch noch an den Fan zu bringen. „Das ist ein riesiger Höhepunkt vor vollem Haus“, meinte Mittelfeldspieler Diego Demme, warnte aber auch: „Wir müssen hinten gegen Wolfsburg kompakter stehen, sonst kontern die uns gnadenlos aus.“

Dominik Kaiser (3.) per Foulelfmeter, Joshua Kimmich (7.) und Georg Teigl (13.) präsentierten die Leipziger beim ersten Sieg 2015 im Offensiv-Modus. Doch die zwei Gegentore der Unioner durch Steven Skrzybski (8.) und Sebastian Polter (29.) fielen zu einfach, kritisierte Interimstrainer Achim Beierlorzer. Ins gleiche Horn blies Sportdirektor Rangnick: „Gegen Wolfsburg können wir uns nach guten Aktionen nicht leisten, mit fünf Leuten vorne stehen zu bleiben. Aber im Offensivspiel wüsste ich nicht, warum am Mittwoch etwas anders gemacht werden muss. Wir haben keine Blinden da stehen.“

Doch der VfL kommt mit der zweitbesten Offensive der Bundesliga und hat mit Bas Dost den drittgefährlichsten Torschützen im Kader. Der Niederländer traf am Sonntag beim 5:3-Sieg in Bremen erneut zweimal. Beide Teams haben sich in Vorbereitung auf das Pokal-Achtelfinale warm geschossen.

Leipzig und Wolfsburg treffen zum zweiten Mal im DFB-Pokal aufeinander. 2011 warf der damalige Viertligist das Star-Ensemble von Trainer Felix Magath mit 3:2 aus dem Wettbewerb. Daniel Frahn schoss den Favoriten mit einem Hattrick im Alleingang ab. Ob der Kapitän diesmal überhaupt im Kader der Leipziger steht, ist ungewiss.

Kommt Mateschitz?

In der DFB-Pokal-Saison 2014/2015 ist RB Leipzig die einzige Mannschaft, die in beiden Runden erst nach Verlängerung weiter kam. Sowohl gegen den SC Paderborn (2:1) als auch gegen den FC Erzgebirge Aue (3:1) setzten sich die Sachsen nach 120 Minuten durch. Das Erreichen des Viertelfinals lohnt sich auch finanziell: Reichlich eine Million Euro gibt es laut Deutschem Fußball-Bund (DFB).

Zum Pokal-Hit könnte sich sogar Red-Bull-Chef und Geldgeber Dietrich Mateschitz in Leipzig die Ehre geben. „Er entscheidet meist erst am Spieltag, ob er kommt“, sagte Rangnick und fügte scherzhaft hinzu: „Aber ich weiß nicht, ob er noch eine Karte kriegt, wenn das Stadion bereits ausverkauft ist.“ (dpa)