Auftakt nach der Winterpause

RB Leipzig gegen SG Eintracht Frankfurt

Leipzig - Der RBL-Trainer über den Auftakt nach der Winterpause, sein Personal und Sorgenkind Naby Keita.

Von Ullrich Kroemer
RB-Leipzig-Trainer Hasenhüttl stellt sich den Fragen der Journalisten bei der Pressekonferenz.
RB-Leipzig-Trainer Hasenhüttl stellt sich den Fragen der Journalisten bei der Pressekonferenz. imago sportfotodienst

Nach nur zweieinhalbwöchiger Vorbereitung startet RB Leipzig am Samstag im Bundesliga-Topspiel gegen Eintracht Frankfurt (18.30 Uhr) frisch aus der Winterpause. Chef-Trainer Ralph Hasenhüttl präsentierte sich beim Pressegespräch gut gelaunt und äußerte sich detailliert über Personal und Gegner:

Ralph Hasenhüttl über ...

... die Personalsituation: „Wir haben außer Lukas Klostermann keinen verletzten Spieler. Wir sind mit allen Spielern im Training. Bis auf den gesperrten Emil Forsberg dürften alle spielen.”

... den angeschlagenen Naby Keita: „Wir haben am Wochenende sofort reagiert, als wir gemerkt haben, dass der Rücken zumacht. Die ursprüngliche Verletzung (Muskelverletzung und Einblutung am Oberschenkel, Anm. d. Red.) hat jetzt nicht mehr reagiert. Das ist ein positives Signal. Der Rücken wurde mobilisiert, der Strang locker gemacht. Am Mittwoch beim Training hat er fast schon alles mitgemacht. Ein bisschen geschont haben wir ihn noch, aber eigentlich war er beschwerdefrei. Ich hoffe, dass das jetzt ausgestanden ist. Wir werden Samstagabend nach dem Spiel sehen, ob es für ihn gereicht hat oder nicht. Es war sicher keine perfekte Vorbereitung, die er absolvieren konnte, konnte sehr wenig Einheiten mitmachen. Ich bin froh, dass er schmerzfrei ist.”

... Eintracht Frankfurt: „Die Frankfurter sind eine Mannschaft, die sehr körperbetonten Fußball spielen, womit ich überhaupt kein Problem habe. Das gehört dazu. Dass der Gegner am Umschalten gehindert wird, ist bis zu einem gewissen Grad legitim. Wir wissen, wie wir uns zu verhalten haben. Wir müssen versuchen, in unserem eigenen Stadion unser Spiel auf den Platz zu bekommen. Wir haben die Möglichkeit, unser Offensivspiel durchzudrücken. Aber das wird nicht einfach. Wir müssen uns auf viel Gegenwehr einstellen. Das ist eine Mannschaft, die sehr mutig auftritt, um nicht zu sagen respektlos. Das ist ein richtiger Härtetest gleich zu Beginn dieser Rückrunde. Wir sind selbst gespannt, was uns da erwartet.”

... Eintracht-Trainer Niko Kovac: „Er hat in Frankfurt einen super Job gemacht, hat aus einer Multikulti-Truppe mit Spielern aus vielen verschiedenen Nationen, die teilweise nicht die gleiche Sprache sprechen, eine top Einheit geformt. Das verdient allerhöchsten Respekt. Deswegen sind Frankfurt und Leipzig zurecht zwei Überraschungsmannschaften dieser Saison.”

... den Erfolgsdruck: „Wer glaubt, dass wir uns mehr Druck machen, weil wir bisher eine so glänzende Saison gespielt haben, der täuscht sich. Wir haben natürlich den Ehrgeiz, das vielleicht sogar leistungsmäßig zu toppen. Ob wir dafür wieder so viele Punkte bekommen, weiß ich nicht. Aber wir merken, dass wir in unserem Spiel schon weiter sind. Wir können nur dann bestehen, wenn unsere Automatismen funktionieren. Dass sie auch funktionieren, dafür haben wir in der Vorbereitung viel getan und auch in dieser Woche noch einiges zurechtgelegt. Ich hoffe, man sieht das am Wochenende.”

... den Ausfall von Emil Forsberg: „Wenn unsere Mannschaft etwas ausgezeichnet hat, dann die Tatsache, dass Ausfälle nie als solche wahrgenommen wurden. Man darf nicht vergessen, dass wir zur Beginn der Saison ohne Emil und ohne Naby gespielt haben und trotzdem unsere Punkte geholt haben. Ich finde es wichtig, dass eine Mannschaft nicht von einem einzelnen Spieler abhängig ist.”

... Neuzugang Dayot Upamecano: „Er ist sehr schnell, ruhig im Spielaufbau, technisch gut. Er ist fit und kann voll mittrainieren. Unsere Abläufe als Innenverteidiger sind schon besondere, aber nichts, was man nicht schnell lernen könnte. Ich gehe davon aus, dass er recht schnell eine Option wird. Er fühlt sich rechts innen noch wohler als links innen, sodass er wahrscheinlich spätestens dann zum ersten Mal von Anfang an zum Einsatz kommen wird, wenn Willi Orban wegen seiner fünften Gelben Karte gesperrt ist.”

... Davie Selke: „Davie hat in der Vorbereitung wirklich viele Einsatzzeiten bekommen, hat jedes Spiel von Anfang an gemacht. Er hat auch in gewissen Bereichen gezeigt, dass er ein wichtiger Spieler für uns ist. Er war sehr fleißig, war mit viel Ehrgeiz bei der Sache. Ob das reicht, auch von Anfang an dabei zu sein, weiß ich Stand heute noch nicht. Mit Yussuf Poulsen haben wir natürlich einen Spieler, der im vergangenen Spiel nicht nur zweimal getroffen hat, sondern auch mit seiner Arbeit für die Mannschaft ein ganz, ganz wichtiger Spieler ist. Ich bin froh, dass ich Davie in der Hinterhand habe, oder eben auch von Anfang an – je nachdem, wie ich mich entschließe.” (mz)