RB Leipzig

RB Leipzig: Durchmarsch in Bundesliga schon abgehakt?

Leipzig - Der Durchmarsch in die Fußball-Bundesliga ist fünf Spieltage vor Schluss noch möglich, wird aber immer unwahrscheinlicher. „Wenn wir nach oben schauen wollen, ist der Punkt zu wenig. Aber es ist ein sehr faires Ergebnis“, sagte RB Leipzigs Torschütze Yussuf Poulsen am Montag nach dem 1:1 in Kaiserslautern. Die Sachsen hatten es verpasst, die Patzer der Konkurrenz zu ...

Von Anne Grimm

Der Durchmarsch in die Fußball-Bundesliga ist fünf Spieltage vor Schluss noch möglich, wird aber immer unwahrscheinlicher. „Wenn wir nach oben schauen wollen, ist der Punkt zu wenig. Aber es ist ein sehr faires Ergebnis“, sagte RB Leipzigs Torschütze Yussuf Poulsen am Montag nach dem 1:1 in Kaiserslautern. Die Sachsen hatten es verpasst, die Patzer der Konkurrenz zu nutzen.

„Wir haben den Betzenberg zum Wackeln gebracht“, meinte Trainer Achim Beierlorzer. Doch die Festung des 1. FC Kaiserslautern hielt auch dem Sturm von RB Leipzig stand. RBL kletterte dank des Unentschiedens zwar auf Rang fünf, bleibt aber sechs Zähler vom Relegationsplatz entfernt.

Die Statistik zeigt: Es war eine Partie auf Messers Schneide. 14:13 Torschüsse, 48:52 Prozent gewonnene Zweikämpfe, 51:49 Prozent Ballbesitz, 4:3 Ecken. Dominik Kaiser resümierte: „Im Nachhinein ist die Enttäuschung schon da, weil wir uns einen Dreier fest vorgenommen hatten.“

Trotz eines gellenden Pfeifkonzertes spielte Rasenballsport mit großem Selbstvertrauen, dass so in dieser Saison vor allem auf fremden Plätzen lange nicht zu sehen war. Das frühe Attackieren stellte den FCK zunächst vor große Probleme. Nach feiner Vorarbeit von Emil Forsberg war das elfte Saisontor von Poulsen verdient. Das skandinavische Duo produzierte schon zuletzt gegen Bochum in ähnlicher Manier einen Treffer.

Positiver Trend setzt sich fort

Auch wenn Leipzig in Kaiserslautern eine große Chance auf dem Weg nach oben liegen ließ, setzte sich der positive Trend aus den vergangenen Wochen fort. „Die letzten drei Partien waren jetzt wirklich auf einem konstant guten Level“, befand Kapitän Kaiser. Das schlägt sich mit sieben Punkten auch in der Ausbeute nieder. „Das macht Hoffnung für die letzten Spiele“, sagte der 26-Jährige. Zudem hielt die Montagsserie: RBL blieb im siebenten Spiel der Saison ungeschlagen.

Einen Unterschied zwischen den Roten Teufeln und den Roten Bullen gab es am Montag doch: die Härte der Zweikämpfe. Während auf Leipziger Seite zwölf Fouls verzeichnet wurden, waren es beim FCK gleich 23. Trotzdem gab es nur eine Gelbe Karte pro Team. Besonders bitter: Emil Forsberg bekam kurz vor Schluss nach einer umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidung noch Gelb-Rot. „Das Schlimme ist, er fehlt uns nun am Freitag im Spiel gegen Darmstadt“, sagte Beierlorzer.

Dann treffen beide Aufsteiger mit Ambitionen auf die Bundesliga aufeinander. In Leipzig sind die Antworten bei Fragen nach den verbliebenen Chancen derzeit schwammig, aber nicht mutlos: „Wir gehen jedes Spiel weiter so an, dass wir es gewinnen wollen. Was am Schluss dabei rum kommt, wissen wir alle nicht“, bemerkte Beierlorzer. Toptorschütze Poulsen sagte: „Man darf nie den Glauben verlieren.“ (dpa)