Nach dem 4:5

RB Leipzig: Diego Demme vespricht: „4:2 schenken wir nicht nochmal her”

Leipzig - RB Leipzigs Mittelfeldspieler Diego Demme über das furiose RB-Spiel gegen Bayern München, die lange Nachspielzeit und Gespräche mit Joshua Kimmich.

Von Ullrich Kroemer
RB-Leipzigs Ersatzkapitän Diego Demme, hier im Zweikampf mit Bayerns Franck Ribery.
RB-Leipzigs Ersatzkapitän Diego Demme, hier im Zweikampf mit Bayerns Franck Ribery. imago sportfotodienst

Das Team von RB Leipzig ist nach dem 4:5-Torspektakel gegen Bayern München noch dabei, die Niederlage zu verarbeiten. Nach dem Auslaufen am Sonntag sagte Ersatzkapitän Diego Demme: „Wir wissen selber noch gar nicht, wie wir damit umgehen sollen. Einerseits sind wir stolz darauf, wie wir gespielt haben und dass wir kurz vor dem Sieg waren. Umso bitterer ist, dass wir noch verloren haben.”

Grundsätzlich war der Mittelfeldspieler stolz auf das phasenweise enthemmte Kombinations- und Konterspiel seines Teams. „Gegen Bayern ist man sofort bei 120 Prozent”, sagte er. „Was in den ersten fünf Minuten abging, war wie eine Explosion.” Derart beflügelt, agierten die Leipziger lange Zeit wie auf höchstem Level. „Wir haben es viel besser gemacht als im Hinspiel, hatten Selbstvertrauen bei Ballbesitz, haben die Bayern auch mal laufen lassen”, sagte Demme. Mit knapp 43 Prozent Ballbesitz hatte RBL lange genau die richtige Balance zwischen eigenem Ballbesitzspiel und Konterfußball gefunden.

RB Leipzig: Diego Demme im Smalltalk mit Kumpel Joshua Kimmich

Neben den eigenen Fehlern in den letzten zehn Minuten des furiosen Spiels ärgerte Demme auch, dass Referee Tobias Stieler fünf Minuten hatte nachspielen lassen. „Wenn der Schiedsrichter in der ersten Hälfte nur eine Minute nachspielen lässt, hätte er in der zweiten Hälfte gar nicht mehr nachspielen lassen müssen”, sagte Demme. In den ersten 45 Minuten hatte sich Franck Ribéry lange auf dem Platz gewunden und hatte dann ausgewechselt werden müssen.

Bayern-Stars gratulieren RB Leipzig zur starken Leistung

In der langen Behandlungspause sei sogar Zeit für einen Smalltalk mit Kumpel Joshua Kimmich gewesen, berichtete der 25-Jährige. „Ab und an macht man schon mal ein Späßchen auf dem Platz, in den fünf Minuten, in denen Ribéry auf dem Platz lag, konnte man sich schon unterhalten. Nach dem Spiel war dann Zeit für die Freundschaft.” Nach dem Spiel waren Demme, Yussuf Poulsen & Co. noch mit Kimmich in Leipzig unterwegs gewesen.

Und auch zu den übrigen Bayern-Spielern haben Leipzigs Kicker ein gutes Verhältnis. „Sie haben uns gratuliert zu der Leistung und zu unserer Saison. Das war Fairplay, dass sie auf uns zugekommen sind und uns beglückwünscht haben”, betonte Demme. So warf der gebürtige Ostwestfale seinen Blick bereits in Richtung nächste Saison und versprach: „Es wird uns nicht noch einmal passieren, dass wir gegen Bayern ein 4:2 herschenken.” (mz)