Aufstiegsfeier im Rathaus

RB Leipzig: Darum durfte sich der Aufsteiger nicht ins Goldene Buch eintragen

Leipzig - Leipzig hofiert seinen Bundesligisten. Nur eine Ehrung blieb RBL verwehrt – noch.

Von Ullrich Kroemer 17.05.2016, 13:20
Ralf Rangnick mit Yussuf Poulsen auf dem Rathaus-Balkon in Leipzig.
Ralf Rangnick mit Yussuf Poulsen auf dem Rathaus-Balkon in Leipzig. imago sportfotodienst

Die Stadt Leipzig hat Rasenballsport in den vergangenen Wochen den Roten Teppich ausgerollt. Am Aufstiegssonntag erstrahlten Hauptbahnhof, Neues Rathaus und Uni-Riese in den Farben von RB Leipzig. An die Fassaden der Stadtwahrzeichen wurde eine große „1” projiziert. Schließlich ist der Aufstieg von RBL auch einer für die Stadt, durch den Renommee und Wirtschaftskraft wachsen.

Vor der Aufstiegsfeier am Pfingstmontag empfing Oberbürgermeister Burkhard Jung das Team und alle Mitarbeiter des Klubs zur internen Aufstiegsfeier im altehrwürdigen Rathaussaal. Danach sahen Sportdirektor Ralf Rangnick und Co. vom Rathausbalkon stolz auf den mit Fans gefüllten Marktplatz, ehe die Feier mit 20.000 Fans ihren Lauf nahm.

Staatsoberhäupter und Bürgermeister: Strenge Regeln für den Eintrag

Ein Privileg jedoch blieb den Aufstiegshelden von RB Leipzig (noch) verwehrt: die feierliche Eintragung ins Goldene Buch der Stadt.

Auf MZ-Nachfrage teilte eine Stadtsprecherin mit: „Für die Eintragung in das Goldene Buch der Stadt Leipzig gelten strenge protokollarische Regeln.” Die Einladung zum Eintrag erfolge durch den Oberbürgermeister und richte sich in der Regel an Botschafter und Staatsoberhäupter. Auch Oberbürgermeister anderer Städte sowie ehemalige Leipziger jüdischen Glaubens, die jedes Jahr in die Stadt eingeladen werden, dürfen sich eintragen.

Nur HCL und Olympiastarter stehen im Goldenen Buch

Als einziges Sportteam wurde bisher den Handballerinnen des HC Leipzig nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft diese Ehre zuteil. Einzelsportler durften sich nach Teilnahmen bei Olympischen Spielen und Paralympics verewigen. Gut möglich also, dass sich zumindest die potenziellen Olympiakandidaten von RB Leipzig – Davie Selke, Lukas Klostermann und Yussuf Poulsen – doch noch in diesem Jahr eintragen dürfen.

Das gesamte Team würde dann sicherlich im Falle eines Titelgewinns zur feierlichen Autogrammstunde im Buch der Stadt eingeladen werden. Schließlich ist es angesichts der hoch gesteckten Ziele von RBL sehr wahrscheinlich, dass der Klub auch in den kommenden Jahren Anlass für festliche Empfänge bietet. (mz)