Stimmen zum Spiel

Ralph Hasenhüttl lobt RB Leipzig nach 4:1-Sieg beim SC Freiburg

Freiburg - Aufsteiger RB Leipzig marschiert weiter unaufhaltsam durch die Fußball-Bundesliga. Die Stimmen zum 4:1-Sieg beim SC Freiburg.

Von Ullrich Kroemer und Martin Henkel 25.11.2016, 22:48
Zwei die sich schätzen: Ralph Hasenhüttl und Christian Streich.
Zwei die sich schätzen: Ralph Hasenhüttl und Christian Streich. imago sportfotodienst

Aufsteiger RB Leipzig marschiert weiter unaufhaltsam durch die Fußball-Bundesliga und bleibt durch das 4:1 (3:1) beim SC Freiburg Tabellenführer. Die Stimmen zum Spiel.

Ralph Hasenhüttl (Trainer RB Leipzig)

„Meine Mannschaft hat heute ein tolles Spiel gezeigt. Wenn man so beginnt, fällt es natürlich etwas leichter. Aber wir haben den Gegner leider auch wieder zurück ins Spiel gebracht. Aus der Halbzeit ist Freiburg dann gut heraus gekommen. Wenn sie es in den ersten zehn Minuten etwas besser machen, kann es nochmal eng werden. Es hat von außen leichter ausgesehen, als es auf dem Platz war. So deutlich war es nicht. Kompliment an meine Mannschaft, dass sie es trotz der Tabellenführung so konsequent gemacht hat.”

„Diese Mannschaft macht durch Siege den Anschein, immer noch hungriger zu werden. Wir sind heute mit einer sehr jungen Mannschaft aufgelaufen, aber das hat keiner gemerkt, wir waren sehr abgezockt.”

„Mittlerweile ist es so, dass uns ein tief stehender Gegner nicht mehr vor unlösbare Aufgaben stellt. Wir haben eine atemberaubend schnelle Entwicklung genommen.”

Christian Streich (Trainer SC Freiburg)

„Das 1:0 ist ein Tor, vor dem wir nicht verteidigt haben. Keita kann dann unbedrängt aufs Tor schießen. Wir wollten mit Dreierkette tief stehen, dass wir die Defensive gegen die extreme Klasse von Leipzig zukriegen. Das haben wir nicht geschafft. Dann haben wir umgestellt. Dass man sich so verhält, wie beim ersten Tor, macht mir Sorge. Das ist inakzeptabel. Einige Spieler waren nicht gut. Leipzig schwebt in einer völlig anderen Sphäre. Mit unendlichen Möglichkeiten muss man erstmal Unendliches schaffen.”

Marcel Sabitzer (RB Leipzig, Torschütze zum 4:1)

„Wir haben auch heute wieder sehr gut gespielt. Wir haben verdient gewonnen. Man fühlt auf dem Platz, wir haben richtig Bock zu kicken und jeder kämpft für jeden. Bei meinem Tor sieht der Torwart nicht ganz so gut aus, aber das ist mir egal. Wenn du Erfolgserlebnisse hast, dann tut das natürlich gut. Aber wir sind eine junge Truppe. Und es werden auch wieder andere Zeiten kommen. Bis dahin wollen wir aber auf der Welle weiterschwimmen.“

Timo Werner (RB Leipzig, zweifacher Torschütze)

„Es spricht für die Mannschaft, dass ich schon mehr Tore bei RB geschossen habe, als vergangene Saison beim VfB Stuttgart. Auch wenn ich mal nicht so einen guten Tag hab, zieht mich die Mannschaft hoch. Heute hat es super für mich geklappt.“

Ralf Rangnick (Sportdirektor RB Leipzig)

„Das war heute eine sehr reife Leistung von uns. Unser Auftritt war sehr souverän. Wie die Mannschaft auftritt, das macht einfach sehr viel Spaß.“

Benno Schmitz (Rechtsverteidiger RB Leipzig)

„Wir wollten in der zweiten Hälfte noch Nadelstiche setzen. Das ist auch gelungen. Ich persönlich freue mich über eine solide Leistung. Für mich ist wichtig, dass ich Pflichtspiele mache und nicht nur Testspiele. Wir haben im Moment großes Selbstbewusstsein, aber es ist erst ein Drittel der Saison vorüber. Wir können das gut einschätzen.” 

Florian Niederlechner (SC Freiburg, Torschütze zum 1:1)

„Wie Leipzig auftritt, ist schon großartig. Sie haben sehr viel Klasse. Das frühe Gegentor hat unseren Plan durcheinander gewirbelt. Ich denke, wir haben lange zu ängstlich gespielt. Mein Treffer ist mir scheißegal, weil wir heute eine Packung bekommen haben.“

Manuel Gulde (Innenverteidiger SC Freiburg)

„Man kann gegen den Tabellenführer verlieren, aber nicht so. Man kann auch gewinnen. Die Tore sind zu einfach gefallen. Wir haben eigentlich gewusst, wie Leipzig nach vorn agiert, haben es angesprochen, der Trainer hat uns gut vorbereitet, haben es aber nicht konsequent umsetzen können. Da müssen wir uns an die eigene Nase fassen, das müssen wir untereinander analysieren. Wenn die Leipziger einmal mit dem Gesicht voraus vor unserem Tor sind, sind sie schwer zu verteidigen. Werner und Poulsen haben Wahnsinnsspeed, Forsberg spielt super Pässe in die Tiefe. Das konnte wir nicht verhindern.”

„Man hat gesehen, was Forsberg und Keita für eine Qualität haben, Demme hat super gespielt, ich traue Leipzig sehr, sehr viel zu.”