Nach erstem Zweitligator

Nach erstem Zweitligator: Eine Woche Ruhe für Frahn

Leipzig - Nun konnte auch endlich Daniel Frahn richtig jubeln. Am Freitag rannte der Kapitän von RasenBallsport Leipzig nach seinem frühen 1:0-Siegtreffer gegen den FC Erzgebirge Aue spontan zu Trainer Alexander Zorniger. „Ich wollte ihm einfach danken, weil er mich auch gegen Kritik schützt und weiter auf mich setzt“, erzählte Frahn nach seinem ersten Saisontreffer und dem Erfolg im ...

24.08.2014, 13:09

Nun konnte auch endlich Daniel Frahn richtig jubeln. Am Freitag rannte der Kapitän von RasenBallsport Leipzig nach seinem frühen 1:0-Siegtreffer gegen den FC Erzgebirge Aue spontan zu Trainer Alexander Zorniger. „Ich wollte ihm einfach danken, weil er mich auch gegen Kritik schützt und weiter auf mich setzt“, erzählte Frahn nach seinem ersten Saisontreffer und dem Erfolg im Sachsenderby.

Es hatte nur drei Spiele gedauert, da wurde der Torjäger schon infrage gestellt. Der Kapitän feierte den guten Saisonstart des Zweitliga-Aufsteigers mit vier Punkten aus zwei Spielen und dem Sieg im DFB-Pokal gegen Erstliga-Aufsteiger SC Paderborn noch verhalten. Ohne eigenen Treffer wurde er stets früh ausgewechselt, beim TSV 1860 München vergab er den möglichen ersten Zweitligatreffer von RB kläglich vom Elfmeterpunkt. In der 2. Liga würde Frahn, der schon seit Regionalligazeiten für die Leipziger stürmt, an seine Grenzen stoßen, meinten Kritiker. „Natürlich ist es auf diesem Niveau schwieriger, Chancen zu bekommen. Aber der Trainer schätzt meine komplette Leistung, und die war eben in Ordnung, nur das Tor fehlte“, war Frahn durchaus zufrieden mit seinen ersten Einsätzen.

Zorniger lobt Frahns Defensivspiel

Das gilt auch für seinen Trainer Zorniger: „Viele unserer Spieler müssen den nächsten Schritt machen. Auch Frahni muss sein Spiel ein bisschen umstellen und daran arbeiten wir intensiv miteinander.“ Zorniger lobte stets das Defensivspiel seines Kapitäns, der sich zunehmend in Zweikämpfen aufrieb und dem dadurch auch die nötige Frische im Strafraum fehlte. Längst gibt er nicht mehr nur den Verwerter im gegnerischen Strafraum.

Dreimal ist er in der Regionalliga Torschützenkönig geworden, auch in der 3. Liga schoss der 27-jährige Leipzig mit 19 Toren zum Aufstieg. Doch mittlerweile hat ihm sein Sturmpartner Yussuf Poulsen den Rang abgelaufen, im Hintergrund lauern bereits die namhaften, aber noch verletzten Neuzugänge Terrence Boyd und Ante Rebic. Das schien Frahn zu lähmen.

Die Kritik versucht er auszublenden: „Ich habe mir das in der Vergangenheit öfter mal durchgelesen und wollte darauf auch antworten. Aber jetzt versuche ich zu ignorieren, was die Leute so schreiben.“ Der, auf den es ankommt, weiß, was er an seinem Kapitän hat. „Wir arbeiten seit zwei Jahren zusammen“, sagte Zorniger und wusste auch, warum Frahn unbedingt nach seinem Tor zu ihm wollte: „Er mag mich einfach.“

„Er mag mich einfach“

Leipzigs Rekordspieler und -torjäger, der nun 85 Treffer in 133 Pflichtspielen für RB erzielt hat, meinte. „Ich habe ihm gar nichts weiter gesagt, wollte einfach nur spontan zu ihm“, sagte Frahn. Gegen Aue fand Frahn, auch beflügelt durch den schnellen Treffer, besser in die Partie als zuletzt und spielte erstmals durch: „Natürlich fühlt sich das erste Tor gut an. Ich hätte aber erst gegrübelt, wenn ich mal acht oder zehn Wochen nicht getroffen hätte. Jetzt ist es erst einmal wieder ruhig - mindestens für eine Woche.“
Seine Torjägerqualitäten kann Frahn gegen Aue schon bald wieder unter Beweis stellen, wenn beide Teams in der zweiten Runde des DFB-Pokals am 28./29. Oktober in der Messestadt erneut aufeinandertreffen. (dpa)