Interview mit RB Leipzig Co-Trainer Beierlorzer

Interview mit RB Leipzig Co-Trainer Beierlorzer: "Ich freue mich riesig auf die Saison"

Leipzig - Zum Trainingsauftakt bei RB Leipzig war neben Neuzugang Davie Selke Co-Trainer Achim Beierlorzer der gefragteste Gesprächspartner. Direkt nach dem Auftakttraining sprach der Franke über die Zusammenarbeit mit dem künftigen Cheftrainer Ralf Rangnick, den neuen Stürmerstar Selke und die Bürde als ...

Co-Trainer Achim Beierlorzer vom RB Leipzig.

Zum Trainingsauftakt bei RB Leipzig war neben Neuzugang Davie Selke Co-Trainer Achim Beierlorzer der gefragteste Gesprächspartner. Direkt nach dem Auftakttraining sprach der Franke über die Zusammenarbeit mit dem künftigen Cheftrainer Ralf Rangnick, den neuen Stürmerstar Selke und die Bürde als Aufstiegsfavorit.

Herr Beierlorzer, waren Sie überrascht, als Sie Ralf Rangnick während Ihres Urlaubs angerufen hat und Ihnen mitgeteilt hat, dass er künftig neuer Chef- und Sie sein Co-Trainer werden?

Beierlorzer: Eigentlich nicht. Das ist ein ganz toller Schritt von Ralf Rangnick, der als Sportdirektor eh die Verantwortung gehabt hätte und sie nun als Cheftrainer komplett übernimmt. Für mich ist das eine tolle Aufgabe, die ich erleben darf. Ich freue mich riesig auf die Saison.

Hat sich die Grundkonstellation überhaupt geändert? Ralf Rangnick ist ja weiterhin der Chef und Sie stehen auf dem Platz.

Achim Beierlorzer: Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass Ralf Rangnick auch mit auf dem Platz stehen wird. Es wird ja noch ein sehr guter dritter Trainer mit dazu kommen (noch nicht bekannt, Anm. d. Red.). Ich freue mich auf das Teamwork, auf das Erstellen und Durchdenken von Spielsituationen im Training, sodass wir unsere Mannschaft topfit machen für die 2. Liga. Das ist eine schwere Aufgabe, das wissen wir. Aber ich habe gespürt, dass Ralf Rangnick richtig Lust hat, die Saison anzugehen.

Welche Hierarchie wird es im Trainerteam geben?

Beierlorzer: Einen ersten Trainer gibt es auf jeden Fall, das ist Ralf Rangnick. Es wird zwar eine flache Hierarchie werden, aber Ralf Rangnick hat in Position des Cheftrainers die Verantwortung übernommen.

Wie bewerten Sie es, dass Ralf Rangnick zum Trainingsauftakt im Urlaub ist?

Beierlorzer: Das ist ganz, ganz wichtig. Wenn man sich den Arbeitsaufwand von Ralf Rangnick anschaut, war das der richtige Weg. Dieser Urlaub muss einfach gemacht werden. Man muss den Akku aufladen. Ich habe das selbst gespürt, war auch zehn Tage mit der Familie weg.

Es kommen aktuell sehr viele neue Spieler dazu, das Trainerteam ändert sich. Ein notwendiger Umbruch?

Beierlorzer: Vielleicht ist es wichtig, diesen Cut zu machen. Wir haben nach zwei Aufstiegen eine gute Zweitligasaison gespielt. Jetzt machen wir noch einmal einen kompletten Neustart.

Welche Erwartungen haben Sie an Davie Selke?

Beierlorzer: Ganz einfach: Dass er viele, viele Tore für uns schießt. Dafür ist ein Stürmer da und dafür ist er absolut prädestiniert. Ich durfte als U17-Trainer der SpVgg Greuther Fürth mal gegen Hoffenheim spielen. Da habe ich seine Torgefährlichkeit gespürt.

Haben Sie ihn schon kennengelernt?

Beierlorzer: Ja, er hat ja heute den Leistungstest absolviert. Da haben wir uns kurz unterhalten. Man spürt auch bei ihm einen Tatendrang. Es ist toll, dass frischer Wind in die Mannschaft kommt. Er sieht in RB Leipzig die Zukunft. Das ist toll.

Wie viele Neuzugänge sollen noch kommen?

Beierlorzer: Wir wollen mit 20 Spielern in die Saison gehen, dazu werden wir immer auch den ein oder anderen jungen Spieler mit dabei haben. Wer noch dazukommt, da möchte ich nicht vorweggreifen, da es noch nichts Fixes gibt. Aber bereits jetzt haben wir in der Offensive richtig Power und auch in der Defensive mit Willi Orban Stabilität dazu bekommen. Also ich freue mich auf die Saison.

Wie gehen Sie mit der Bürde als Aufstiegskandidat um?

Beierlorzer: Wir haben selbst diesen Anspruch. Ich möchte nicht vorweggreifen: Aber wir wollen so gut wie möglich in dieser Liga bestehen und damit ist es ganz klar, dass wir einen der ersten beiden Plätze anvisieren, um den Aufstieg in die Bundesliga zu realisieren.

Augezeichnet von Ulrich Kroemer (mz)