Drei Szenarien sind möglich

Drei Szenarien sind möglich: So verspielt RB Leipzig noch Europa

Leipzig - Diese Konstellation gibt’s nicht alle Tage. Im letzten Spiel dieser Saison am Samstag gegen die Hertha in Berlin sind für RB Leipzig drei Szenarien möglich. Der Vorjahresvizemeister kann es noch in die Champions League schaffen. Er kann die Europa League erreichen. Und er kann auf Rang neun abrutschen, mittenhinein ins Tabellen-Niemandsland. Die MZ bewertet, wie wahrscheinlich welches Saisonfinale ...

Von Martin Henkel 12.05.2018, 12:14
RB Leipzig kann am Samstag noch in die Champions League kommen - oder aber ganz leer ausgehen.
RB Leipzig kann am Samstag noch in die Champions League kommen - oder aber ganz leer ausgehen. imago sportfotodienst

Diese Konstellation gibt’s nicht alle Tage. Im letzten Spiel dieser Saison am Samstag gegen die Hertha in Berlin sind für RB Leipzig drei Szenarien möglich. Der Vorjahresvizemeister kann es noch in die Champions League schaffen. Er kann die Europa League erreichen. Und er kann auf Rang neun abrutschen, mittenhinein ins Tabellen-Niemandsland. Die MZ bewertet, wie wahrscheinlich welches Saisonfinale ist.

Champions League

Intern wird die Möglichkeit, es doch noch auf Rang vier zu schaffen, nicht thematisiert. Seit dem 0:3 gegen Mainz vor gut zwei Wochen gilt die Königsklasse als abgehakt. Aber sie ist noch möglich, vorausgesetzt RB gewinnt sein Spiel. Zwei Punkte beträgt der Abstand auf Leverkusen (Fünfter/52 Punkte/Tordifferenz plus 13), zwei auch auf Hoffenheim (Vierter/52/plus 16).

Beide Teams müssen also verlieren, was so unwahrscheinlich nicht ist. Hoffenheim empfängt den Dritten Dortmund, der auch noch nicht sicher in der Champions League ist. Die Sinsheimer gehen gehandicapt in die Partie. Sie müssen das Vorwochen-0:2 gegen Stuttgart verarbeiten und auf Serge Gnabry (Muskelbündelriss), Karim Demirbay (Kapselriss), Lukas Rupp (Kreuzbandriss) und Adam Szalai (Rotsperre) verzichten.

Auch auf Leverkusen wartet kein Selbstläufer. Vorteil ist, zu Hause zu spielen. Nachteil der Druck, mit dieser Partie alles verspielen zu können, und auf Hannover 96 zu treffen, die im Hochgefühl des Klassenerhalts anreisen.

Europa League

Stand jetzt ist RB für die Europa League qualifiziert. Damit das so bleibt, muss der Sechste nur gewinnen, was so schwer nicht sein dürfte. Er kann wieder auf Willi Orban, Naby Keita (abgesessene Sperren) sowie Konrad Laimer (überstandenen Muskelverletzung) zurückgreifen. Zudem wird Hertha trotz Heimsiegpflicht vor eigenem Publikum Motivationsprobleme bekommen. Für den Zehnten gibt es nichts mehr zu gewinnen.

Niemandsland

Die große Gefahr lauert von hinten. RB (50 Punkte, Tordifferenz null) sitzen Frankfurt, Stuttgart und Gladbach im Nacken. Die Eintracht hat einen Punkt weniger und das bessere Torverhältnis (plus eins), beim VfB sind es zwei (minus drei), bei der Borussia drei (minus vier). Voraussetzung, dass sich an dieser Konstellation noch etwas ändert, ist eine RB-Niederlage.

Leicht aber haben es die Kontrahenten nicht. Frankfurt reist zum Zweiten Schalke, Stuttgart muss zum Meister München und Gladbach ohne Lars Stindl (Syndesmosebandriss) zum Hamburger SV, der nur bei einem Sieg die Chance auf den Relegationsplatz wahrt. Gladbach muss zudem vier Tore Unterschied zu RB aufholen. Und dass die Bayern ihr letztes Heimspiel herschenken werden, ist genauso wenig wahrscheinlich wie ein vermasselter Saisonabschluss für den Vizemeister.

(mz)