Champions League gegen Porto

Champions-League-Spiel RB Leipzig gegen FC Porto: RBL hofft auf Bruma

Leipzig - Leipzigs Bruma kämpfte zu Saisonbeginn mit Problemen in der Athletik. Rechtzeitig vor den wichtigen Spielen ist er topfit.

Von Ullrich Kroemer 17.10.2017, 09:44
Bruma ist auf dem besten Weg zu seiner Topform.
Bruma ist auf dem besten Weg zu seiner Topform. imago sportfotodienst

Stoisch saß Bruma auf dem Champions-League-Podium mit den „Königsklassen“-Sternen im Leipziger Stadion und hörte sich die Fragen der Reporter an. RB Leipzigs neuer Offensivstar hätte nach seiner Zauber-Vorbereitung gegen Borussia Dortmund viel erzählen können. Doch er beließ es bei einigen wenigen Sätzen.

Seine Brillanten im Ohr funkelten mit den Champions-League-Sternchen auf der Uefa-Dekoration um die Wette und Bruma berichtete: „Ich fühle mich wirklich angekommen hier, schon fast wie zu Hause.“ Dass es in der Bundesliga in den vergangenen beiden Partien gegen den BVB und den 1. FC Köln schon „so gut gehen wird“, habe er selbst „gar nicht erwartet“.

Und in Richtung von Gegner Porto sagte die im afrikanischen Guinea-Bissau geborene Zaubermaus, die bereits als Kind mit seiner Familie nach Portugal zog und bei Sporting Lissabon ausgebildet wurde: „Es wird kein leichtes Spiel für sie. Aber wir müssen erst einmal anfangen, Siege in der Champions League einzufahren.“ Viel mehr ließ sich der Ausnahmetechniker nicht entlocken.

Bruma mit klangvollem Namen: Armindo Tué Na Bangna

Gut, dass seine Vorgesetzten und seine Kollegen etwas mehr über Bruma verrieten, der sich auf dem Platz so elegant bewegt wie sein voller Name klingt: Armindo Tué Na Bangna.

Nach Brumas Klasseleistung in Dortmund hatte Sportdirektor Ralf Rangnick gelobt: „Er wird wöchentlich, fast täglich besser. Man sieht, welches Selbstvertrauen er inzwischen hat - und dann ist er nur schwer zu stoppen.“ Rangnick nannte die Spielweise des Ausnahmekönners „schon fast anarchisch“. Dass er sich bei RB zu Hause fühlt, liegt nicht zwangsläufig am schönen Leipzig und den aktuell spätsommerlichen Temperaturen, sondern: „Er fühlt sich in dieser Mannschaft zu Hause. Genau das hatten wir vor, dass wir ihn schnell integrieren und seine Stärken nutzbar machen“, sagte Trainer Ralph Hasenhüttl.

RB Leipzig: Bernardo lobt Bruma nach BVB-Spiel

Dass der 1,73-Meter-Mann angekommen ist, bestätigte auch Kollege Bernardo, dem Bruma mehr anvertraut als den Journalisten. Nach dem Triumph beim BVB sagte Bernardo: „Ich spreche viel mit ihm und weiß, wie lange er auf diese Chance gewartet hat. Er hat uns heute viel Energie gegeben.“ Ein „Top-top-Spieler“ sei Bruma, „er kann uns sehr helfen“.

Dass der bis 2022 an RB gebundene Akteur zu Beginn der Saison noch nicht so glänzen konnte wie aktuell, liegt daran, dass er sich zunächst an Spielsystem und Laufintensität hatte gewöhnen müssen. „Wir haben im Spiel gegen den Ball viel mit ihm gearbeitet“, verriet Hasenhüttl.

In Dortmund sei seine „Positionierung sehr gut“ gewesen. „Er fügt sich immer besser ein.“ Dass er nun seine Dribblings und Läufe überzeugender vortragen kann, hängt auch mit seiner verbesserten Athletik zusammen. „Er wird läuferisch immer besser, ist kaum zu halten“, lobte der Cheftrainer. Im ersten Saisonspiel im DFB-Pokal gegen Dorfmerkingen habe sich Bruma noch mit Krämpfen geplagt. „Jetzt kann er 90 Minuten durchpowern“, sagte Hasenhüttl.

Spiel gegen FC Porto: Wechsel im Mittelfeld von RB Leipzig

Zwar fühlt sich Bruma im linken offensiven Mittelfeld am wohlsten. Doch gegen den FC Porto wird der für zwölf plus bis zu drei Millionen Euro an Bonuszahlungen gekommene Kicker wohl für Emil Forsberg Platz machen müssen und im rechten Mittelfeld beginnen. „Ich freue mich, dass ich auf dieser Position so viele Topspieler zur Verfügung habe“, sagte Hasenhüttl. (mz)