„Licht und Schatten“: Doku über die Playoffs in der Eishockey-Oberliga

Welche Einblicke ein Film der Saale Bulls gewährt

EishockeyWelche Einblicke ein neuer Film der Saale Bulls gewährt.

Von Fabian Wölfling 13.07.2022, 10:10
In den Playoffs kam für die Saale Bulls gegen Regensburg das Aus.
In den Playoffs kam für die Saale Bulls gegen Regensburg das Aus. Foto: Objektfoto

Halle/MZ - Am Ende sind es Licht und Schatten geworden. Geplant war eigentlich nur die helle, die erfolgreiche Seite. Ein Aufstiegsfilm sollte es werden, das gibt Daniel Mischner zu. „Die Idee kam uns, als sich abgezeichnet hat, dass es eine sehr erfolgreiche Saison werden könnt“, erzählt der Präsident der Saale Bulls.

Als Meister der Oberliga Nord war der einzige Profi-Eishockeyklub Sachsen-Anhalts im Frühjahr in die K.o.-Runde um den DEL2-Aufstieg gegangen. Die Bulls scheiterten dann aber überraschend früh im Viertelfinale am späteren Aufsteiger Regensburg.

Für die Dramatik des rund 70-minütigen Films ist der finale Misserfolg aber dienlich. So gibt es beim Blick hinter die Kulissen auch Reibung zu sehen. „Licht und Schatten“ heißt der Film im Stil von Amazon-Dokumentation wie „All or Nothing“ daher auch. Produziert hat den Jörg Wagner von der halleschen Produktionsfirma „MT.Media-TV“. Aus 110 Stunden Rohmaterial hat er in zwölf Schnitttagen die Dokumentation erstellt, die am Freitag (19 Uhr) im Prisma-Kino in Halle-Neustadt präsentiert wird,

Von der Meisterfeier an begleitet die Kamera die Bulls durch die Playoffs. Beim Training ist sie dabei, bei der Planung der Heimspiele, beim Schleifen der Schlittschuhe und auch in der Kabine, bei den Ansprachen von Coach Ryan Foster, der die Bulls inzwischen in Richtung Bad Tölz verlassen hat. Da wird dem Team auch mal eine „besch...“ Leistung beschienen. Zu sehen ist auch, dass es beim desaströsen 2:9 in Regensburg, das das Aus besiegelte, zwischen den Spielern der Bulls in der Kabine krachte.

Auch wenn es eine vereinseigene Dokumentation ist, gibt es spannende Einblicke und auch solch spannungsgeladene Momente. „Wir haben nichts zensiert“, beteuert Mischner. Interessant auch, wie Goalie Jakub Urbisch mit Hilfe eines Golfballs seine Augen aufwärmt. Oder, dass die Spieler den Weg durch die Playoffs mit einer Pokal-Schablone vorgezeichnet hatten. Zwölf Löcher gab es da, für zwölf Pucks von zwölf Siegen, die für den Aufstieg nötig gewesen wären. Am Ende reichte es nur für vier Pucks.

In der nächsten Saison soll sich das ändern. Der Aufstieg ist das Ziel. „Die Kamera wird wieder dabei sein und dann gibt es hoffentlich nur Licht“, sagt Mischner.

Tickets für die Vorführung gibt es noch an der Abendkasse. Der Film wird später im Fanshop zu erwerben sein.