Eishockey-Oberliga Nord

Saale Bulls schalten in Liga-Modus: Ein Zugang fällt negativ auf

Von Fabian Wölfling Aktualisiert: 13.09.2022, 10:29
Der neue Saale-Bulls-Trainer Marius Riedel will unnötige Strafzeiten sanktionieren.
Der neue Saale-Bulls-Trainer Marius Riedel will unnötige Strafzeiten sanktionieren. (Foto: Objektfoto)

Halle (Saale)/MZ - Im ersten Moment klingt die Ansage nach einem Fehler. So, als hätte da einer falsch auf den Kalender geschaut. „Die Pre-Season“, also die Vorbereitungszeit, „ist vorbei. Wir sind jetzt im Ligamodus“, erklärt Marius Riedel, Trainer der Saale Bulls.

Dabei stehen für den Eishockey-Oberligisten am Wochenende noch zwei finale Testspiele gegen Ligakonkurrent Hannover Indians an. Erst danach, am 23. September, beginnt in Herne die neue Spielzeit.

Saale Bulls: Sieg und Pleite gegen Selb

Weiß Riedel natürlich und ist daher auch kein Fehler. Sondern ganz bewusst gesagt und umgesetzt. Ab jetzt im Ligamodus heißt, die Belastung im Training wird nun so gesteuert und das Team am Wochenende so aufgestellt, als ginge es schon um Punkte. So soll der folgende Ernstfall möglichst realistisch simuliert werden.

Für Riedel bleiben nach dem sehr überzeugenden 3:2-Erfolg gegen DEL2-Klub Selb am Freitag und dem weniger überzeugenden 1:5 in Selb am Sonntag noch zwei Baustellen, an denen - nun im Ligamodus, heißt mit weniger Trainingszeiten - bis zum Auftakt gewerkelt werden muss. In der Offensive, da ist sich der neue Coach sicher, wird das schon. „Da haben wir genug Qualität, hatten auch in Selb wieder genügend Chancen, der Goalie von denen war nur wirklich gut“, so der 33-Jährige.

Am Defensivverhalten „müssen wir aber weiter arbeiten“, betont Riedel. Speziell am „Backcheck“, also der Rückwärtsbewegung der Stürmer.

Saale Bulls Mathieu Tousignant fällt mit Strafzeiten negativ auf

Und dann ist da noch das Thema Disziplinlosigkeiten. Die vielen Strafen waren schon in den Playoffs der Vorsaison ein Manko. In den Vorbereitungsspielen sammeln die Bulls-Spieler weiter fleißig unfreiwillige Auszeiten in der Kühlbox und kassieren so Gegentore.

Unrühmlich tut sich dabei Importspieler Mathieu Tousignant hervor. Dem Kanadier eilte bereits der Ruf als Strafensammler voraus. In Selb erhielt er nun gleich drei Strafzeiten, die letzte für eine Provokation des Gegners im Kabinengang. „Das werden wir sanktionieren“, betont Riedel. Und das auch schon in der Vorbereitung mit Geldstrafen.

Denn klar ist: Ein Importspieler, nur drei davon gibt es in einem Oberliga-Team, ist viel zu wichtig, um ständig auf der Strafbank zu sitzen. „Das muss er verstehen“, so Riedel.