„Wir wollen den Aufstieg, das hat ihn gereizt“

Saale Bulls stellen ersten Zugang vor und wollen Kanadier holen

Von Fabian Wölfling 11.05.2022, 20:00
Thomas Merl kommt von den Tölzer Löwen zu den Saale Bulls nach Halle.
Thomas Merl kommt von den Tölzer Löwen zu den Saale Bulls nach Halle. (Foto: imago images/Eibner)

Halle (Saale)/MZ - Von Halle nach Bad Tölz sind es rund 500 Kilometer auf der A9. Umzugsunternehmen werden die Strecke in den kommenden Monaten in beide Richtungen abfahren. Erik Gollenbeck und Trainer Ryan Foster verlassen die Saale Bulls, sie zieht es in den Süden.

Den umgekehrten Weg, vom DEL2-Absteiger zum Eishockey-Oberligisten aus Halle, nimmt Thomas Merl. Der 30-jährige Angreifer ist der erste Zugang der Bulls.

Saale Bulls: Thomas Merl kommt als Ersatz für Erik Gollenbeck

Er hat einen Zweijahresvertrag unterschrieben, mit Option auf eine weitere. „Seine Vita spricht für sich“, sagt Sportchef Kai Schmitz. „Er hat DEL gespielt, war Meister in der DEL2. Thomas Merl weiß, worauf es in den Playoffs ankommt.“

Das zählt für die Bulls nach einer Saison, die in der Hauptrunde mit der Meisterschaft maximal erfolgreich verlief, in den Playoffs mit dem Viertelfinal-Aus gegen den späteren Aufsteiger Regensburg dann aber sehr enttäuschend.

In der kommenden Spielzeit ist der Aufstieg in die DEL2 nun ganz offiziell das Ziel. Entsprechend soll der Kader, der größtenteils zusammenbleibt, punktuell verstärkt werden. Center-Spieler Merl, der als kompletter Spieler gilt, hart arbeitet, Bullys gewinnt, Vorlagen gibt, aber auch selbst treffen kann, ist so eine gezielte Verstärkung. Er ersetzt Gollenbeck, der als Center nur bedingt überzeugen konnte, meist in der Abwehr auflief.

Zwar war es kein direkter Tausch, trotzdem ist Schmitz „überzeugt, dass wir uns mit Thomas Merl klar verbessert haben“. Auch, wenn der zuletzt immer mal wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte. „Wir haben ihn aber durchgecheckt, da ist alles in Ordnung.“

Nach Weggang von Joonas Niemelä: Kanadier soll nach Halle kommen

Der gebürtige Tölzer Merl, in der Vergangenheit für Red Bull München in der DEL und neben Bad Tölz auch für Riessersee, die Kassel Huskies und Ravensburg in der DEL2 auf dem Eis, will es nach dem Abstieg mit seinem Heimatverein noch einmal wissen. „In Bad Tölz ist ein Umbruch geplant, mit Fokus auf junge Spieler. Wir wollen den Aufstieg, das hat ihn gereizt“, sagt Schmitz.

Zu ersetzen gilt es bei den Bulls auch Joonas Niemelä. Anders als Tatu Vihavainen entschied sich der zweite finnische Star-Angreifer für einen Wechsel, spielt künftig für den österreichischen Zweitligisten Kitzbühel.

Damit ist die zweite Importstelle frei. Einen Wunschspieler haben die Bulls bereits ausgemacht - und der soll diesmal nicht aus Finnland, sondern aus Kanada kommen.