Sascha Pfeffer

Sascha Pfeffer: HFC-Leistungsträger wartet auf neues Vertragsangebot vom Halleschen FC

Enguera - Sascha Pfeffer spielt eine starke Saison. Noch weiß er aber nicht, wie es mit ihm im Sommer weitergeht.

Von Christoph Karpe 14.01.2017, 08:00

Langeweile kommt bei Sascha Pfeffer an den langen Abenden im abgeschiedenen HFC-Trainingscamp in Enguera nicht auf. Er sitzt dann im Teamhotel und unterhält sich mit seiner Frau oder dem zweijährigen Fynn Oskar via Facetime. „Das geht schon ganz gut. Mein Sohn ist zwar traurig, dass Papa nicht wie in dem Feiertagsurlaub zuhause ist, aber er versteht auch, dass Papa wegen der Arbeit weg ist“, erzählt der Routinier.

Sascha Pfeffer spielt praktisch auf Bewährung

Seine Leistung bei der Arbeit für den Klub kann sich derweil wirklich sehen lassen. In der Hinrunde der dritten Liga zählte der 30-Jährige zum Stammpersonal, bestritt 18 Spiele, schoss ein Tor. Eine Bilanz, die ihm vor der Saison nicht so zugetraut worden war. Auch nicht von den Verantwortlichen. Ein deutliches Indiz dafür ist, dass sein Vertrag im letzten Frühjahr erst spät und auch nur um ein Jahr verlängert wurde. Pfeffer spielt praktisch auf Bewährung. Inzwischen steht fest: bewährt hat er sich allemal. Nicht nur als Kicker.

Nach dem Testspiel in Spanien gegen Elche II stand Trainer Rico Schmitt ausgerechnet mit Pfeffer noch lange im Mittelkreis und wertete die 90 Minuten aus. „Er fragt mich schon nach meiner Meinung, wenn es darum geht, ein Spiel taktisch aufzuarbeiten.“ Schmitt schätzt auch Pfeffers Kennerblick in punkto Personalien, wer sich beispielsweise wo und wie in einem Spiel auf einer Position geschlagen hat.

Sascha Pfeffer: "Das ist die geilste Mannschaft, in der ich je gespielt habe"

„Der Trainer vertraut mir, das spiegelt sich auch in meinen Leistungen wider“, sagt Pfeffer. Jetzt spiele er mit mehr Selbstvertrauen und kann seine Erfahrung optimal in die junge Truppe einbringen. Von der sagt er übrigens: „Es ist die geilste Mannschaft, in der ich je gespielt habe. Spielerisch war auch das alte HFC-Team nicht schlecht, doch der gravierende Unterschied ist die unglaublich positive Mentalität des jetzigen.“ Der frische Elan hat auch ihn angesteckt und neu motiviert.

Allerdings gibt es da ein Thema, das ihn beschäftigt, auch wenn er es mit Worten wie „eine solche Situation ist ja nicht neu für mich“ versucht, klein zu halten: seine Zukunft im Job. Wie es im Sommer weitergeht, ist offen. Ein Gespräch mit der sportlichen Leitung über eine Vertragsverlängerung gab es bislang nicht.

Sascha Pfeffer: "Ich würde am liebsten beim HFC verlängern"

Sein Berater hat inzwischen einmal angefragt, ob man sich zusammensetzen könnte. Eine echte Reaktion von HFC-Seite steht aber aus. „Sicherheit, die Zukunft betreffend, hätte ich schon ganz gern. Natürlich würde ich am liebsten beim HFC verlängern. Meine Familie lebt in Halle, ich bin Hallenser. Das wäre schon ideal“, sagt Pfeffer. Schließlich hat er vor, noch einige Jahre Profi-Fußball zu spielen. „Ich bin zwar 30 Jahre alt, fühle mich aber nicht so.“

Und am allerliebsten würde „ich im Sommer mit dem HFC auch in die zweite Liga aufsteigen“, meint er. So ein Jubel-Gefühl kennt er schließlich. Mit Dynamo Dresden hatte er 2011 den Zweitliga-Aufstieg gefeiert. Doch Pfeffer ist Realist genug und erfahren zugleich, den aktuellen vierten Platz „nicht überzubewerten“. Denn: „Große Töne zu spucken, das wäre nicht gut. Wir müssen erstmal schön auf dem Boden bleiben und den Klassenerhalt schaffen.“

Alles weitere werde sich dann ergeben. Nur: Früher ergeben sollte sich unbedingt, dass er Fynn Oskar sagen kann, wo Papa zukünftig arbeiten geht.