Kommentar zum HFC-Klassenerhalt

Die Arbeit an einer besseren Zukunft beginnt jetzt

Von Benjamin Binkle
Der HFC jubelt im Heimspiel gegen Türkgücü München und zugleich über den Klassenerhalt in der 3. Liga. (Foto: imago/Eibner)

Halle (Saale) - Seit Dienstagabend ist nun klar: Der Hallesche FC bleibt in der 3. Liga, mindestens für eine weitere Saison. Rechnerisch ist der Klassenerhalt noch nicht durch, praktisch ist er es nach dem starken 4:1 gegen ein schwaches Türkgücü München schon. Bereits nach 35. Spieltag ist Florian Schnorrenberg mit seinem Team am Minimalziel angekommen – Glückwunsch, HFC!

Dieser vorzeitige Erfolg war vor wenigen Wochen so nicht abzusehen. Drei Spieltage vor Ende der Saison bereits gesichert zu sein, verdient Respekt. In Liga drei ist der Klassenerhalt schließlich kein Selbstläufer. Es war eine komplizierte Spielzeit für den HFC, einmal wurde es sogar richtig eng für Trainer und Klub. Aber die brenzlige Situation im April wurde gemeistert und Halle zeigte anschließend sogar eine überraschend starke Spätform. Der Klassenerhalt ist die gerechte Belohnung.

HFC muss aus Saison die richtigen Schlüsse ziehen

Und doch werden die Vereinsbosse genauer hinschauen: Was war das nun für eine Saison 2020/21? Selten hat sie beim HFC fußballerisch Spaß gemacht, auch wenn das Team sich insgesamt stabil zeigte. Große Emotionen vermochten die Auftritte nicht zu wecken, Highlights wie die Derby-Siege gegen den FCM waren rar gesät. Oft wünschten sich Fans mehr Mut, besseren Fußball und eine klarere Entwicklung im Team.

Die Planungen zur neuen Saison, nicht nur bei der Zusammenstellung des Spielerkaders, werden zeigen, wie zufrieden die Klub-Bosse wirklich waren mit dieser Spielzeit. Dass Sportchef Ralf Heskamp vor dem Aus steht und Trainer Schnorrenberg noch keinen neuen Vertrag besitzt, sind durchaus Hinweise, dass trotz Klassenerhalts keinesfalls alles rosarot ist bei den Rot-Weißen.

Die Arbeit an der Zukunft beim HFC beginnt jetzt. Sie muss den Verantwortlichen besser gelingen, als im Vorjahr. Sonst wird auch in der kommenden nicht mehr drin sein, als der Klassenerhalt. Als Erfolg geht das in Halle nicht jedes Jahr durch. (mz)

Den Autor erreichen Sie unter benjamin.binkle@mz.de