3. Fußball-Liga

3. Fußball-Liga: Der HFC hofft auf schnellen Klassenverbleib

Halle (Saale)/dpa - Sven Köhler ist es Leid, zittern zu müssen. Lang genug hatte der Trainer des Halleschen FC in der abgelaufenen Saison um den Klassenverbleib gebangt - im zweiten Jahr 3. Fußball-Liga will er sich darauf nicht mehr einlassen. Zum Saisonauftakt am Freitag (20.30 Uhr/MDR) gegen RB Leipzig sollen zur „Mission schnelle Rettung“ am besten schon die ersten Punkte her. Spannend wird dabei vor allem, wie sich die neu formierte Mannschaft in diesem ersten Pflichtspiel schlägt - einem „Hammer-Auftakt“, wie Köhler ...

Von Anne Armbrecht
HFC-Trainer Sven Köhler ist gespannt, wie sein Team in die neue Saison startet.
HFC-Trainer Sven Köhler ist gespannt, wie sein Team in die neue Saison startet. dpa-Zentralbild

Sven Köhler ist es Leid, zittern zu müssen. Lang genug hatte der Trainer des Halleschen FC in der abgelaufenen Saison um den Klassenverbleib gebangt - im zweiten Jahr 3. Fußball-Liga will er sich darauf nicht mehr einlassen. Zum Saisonauftakt am Freitag (20.30 Uhr/MDR) gegen RB Leipzig sollen zur „Mission schnelle Rettung“ am besten schon die ersten Punkte her. Spannend wird dabei vor allem, wie sich die neu formierte Mannschaft in diesem ersten Pflichtspiel schlägt - einem „Hammer-Auftakt“, wie Köhler betont.

13 Neue hat Halle verpflichtet. Zu großen Teilen sind es Talente. Das schwerste Erbe von ihnen hat der vom Berliner AK gekommene Torhüter Dominik Kisiel anzutreten. Dem Nachfolger für Publikumsliebling Darko Horvat, der seine Karriere beendet hat, sprach Köhler schon in den Testspielen „ein dickes Lob“ aus. Die Abstimmung mit dem ebenfalls neuen Innenverteidiger Marcel Franke (Dynamo Dresden) und Rückkehrer Adli Lachheb (MSV Duisburg) funktioniert bereits.

Im Angriff dagegen besteht noch Nachholbedarf. Laut Manager Ralph Kühne soll bis Transferschluss Ende August mindestens noch ein Stürmer zum Team stoßen. Bis dahin ruhen die alleinigen Hoffnungen auf Pierre Merkel vom Bundesliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig. Druck, sagt er, verspüre er deswegen nicht. „Eher Vorfreude“, erklärte der 24-Jährige. Und er sehe sich auch nicht fürs Tore schießen alleinverantwortlich. „Wir sind elf Mann auf dem Platz - genauso wie ich den anderen helfen muss, werden auch sie mich unterstützen“, sagte Merkel.

Die Einstellung dürfte seinem Trainer gefallen. Köhler wünscht sich ein ruhigeres zweites Drittliga-Jahr für den HFC, selbst wenn Platz zehn aus der Premierensaison kaum zu überbieten sein dürfte. „Es ist unser Ziel, früher gerettet zu sein als in der vergangenen Saison“, betonte Köhler im Interview mit dem Online-Portal des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), „da ging der Abstiegskampf bis zum vorletzten Spieltag.“

Fürs erste Spiel wünscht sich Halle erst einmal vor allem Eines: ein würdiges Saisoneröffnungsspektakel vor ausverkaufter Kulisse. Köhler hofft trotz aller Rivalität im Duell der Städtenachbarn auf ein attraktives, faires Spiel. „Ich erwarte ein interessantes Derby, das für jeden von uns eine Herausforderung ist.“ Verzichten muss er dabei auf Mittelfeldmotor Björn Ziegenbein sowie die Defensivleute Patrick Mouaya und Pierre Becken, die sich nach langwierigen Verletzungen allesamt noch im Aufbautraining befinden.