Stimmen zum RB-Sieg gegen Braunschweig

Stimmen zum RB-Sieg gegen Braunschweig: Rangnick lobt „Finesse und Wucht”

Leipzig - Nach dem 2:0 (2:0) gegen Eintracht Braunschweig – wichtiger Wegweiser für den weiteren Verlauf der Aufstiegsmission – analysieren die RBL-Protagonisten, das Spiel und erklären, wie sie den den Sieg ...

Von Ullrich Kroemer

Nach dem 2:0 (2:0) gegen Eintracht Braunschweig – wichtiger Wegweiser für den weiteren Verlauf der Aufstiegsmission – analysieren die RBL-Protagonisten, das Spiel und erklären, wie sie den den Sieg bewerten.

Ralf Rangnick (Trainer RB Leipzig): „Ich habe nicht allzuviel auszusetzen. Wie wir das Spiel gegen den Ball mit großer Wucht umgesetzt haben, hat mir heute richtig gut gefallen. Aus diesen Situationen haben wir gutes Kombinationsspiel mit Finesse an den Tag gelegt. Ich habe zu den Jungs gesagt, dass ich nicht möchte, dass das Spiel zu irgendeiner Phase nochmal auf die Kippe gerät, dass es zu Null ausgeht. Was das Spiel gegen den Ball angeht, war ich in der zweiten Halbzeit immer noch mit allen zufrieden. Dass wir vorn nicht mehr mit dem gleichen Torhunger gespielt haben, sei den Spielern zugestanden. Die Leistung heute ist Benchmark für das Spiel am Freitag auf St. Pauli.”

„Nils ist momentan in richtig guter Form. In der Phase zehn Minuten vor Schluss wollte ich den Stürmer bringen, der seine Stärken im Spiel gegen den Ball hat und trotzdem Speed für den Konterball. Davie war heute ,not amused’. So ist das halt. Es gab einige, die ,not amused’ waren, als sie die Aufstellung gesehen haben. Aber bei einem Kader, wie wir ihn haben, gibt es eben den ein oder anderen Long-Face-Day. Aber die Jungs werden alle gebraucht. Wir haben heute bei Pete Gulacsi gesehen, dass er seine Chance gekriegt hat. Für Fabio ist das natürlich bitter, aber für Pete freut es mich auch ein wenig. Wie er in den vergangenen Monaten mit seiner Situation umgegangen ist, ist Vorbild und Beispiel für alle anderen.”

Willi Orban (Innenverteidiger RB Leipzig): „Wir haben viel davon umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten, viele Chancen herausgespielt. Wenn es heute 3:0 oder 4:0 für uns ausgeht, kann sich keiner beschweren. Was wir uns ein wenig vorwerfen müssen, ist, dass wir das dritte Tor nicht gemacht haben. Das ist ein kleines Manko heute. Es ist unser Anspruch, dass wir da noch effizienter werden. Aber unterm  Strich können wir zufrieden sein und am Freitag mit breiter Brust zum FC St. Pauli fahren.” 

„Natürlich ist das erste Spiel nach der Winterpause immer wichtig, weil ein Stück weit der Rhythmus fehlt, wenn so viele Wochen Pause waren. Aber wir hatten genug Selbstvertrauen, unser Spiel durchzuziehen. Man hat heute gesehen, dass wir das können.”

Anthony Jung (Linksverteidiger RB Leipzig): „Es war schön, mal wieder 90 Minuten auf dem Platz gestanden zu haben. Die Vorbereitung lief für mich ganz gut, Marcel Halstenberg hat sich in der vergangenen Woche verletzt und so schnell ist man wieder drin. Das war keine einfache Situation für mich, aber man muss das so annehmen wie es ist. Ich hoffe jetzt, dass Marcel schnell wieder fit wird und wir uns auf unserer Position schön duellieren können. Man sieht ja: Es ist enorm, wie viel Qualität von der Bank kommt, wenn wir mal von draußen nachladen müssen.”

„Der Freistoß war weder einstudiert, noch gewollt. Ich habe zwar gesehen, dass der Torwart einen Schritt zu weit draußen steht. Aber es war keine Absicht, den Ball so lang zu bringen. Der Torwart verschätzt sich und Marvin steht dann da. Das nehmen wir mit, Ungeplantes gehört auch mal dazu.”

Peter Gulacsi (Torhüter RB Leipzig): „Der schlimmste Moment war, als ich nicht wusste, ob ich ins Spiel komme oder nicht. Ich wünsche einem Kollegen nie eine Verletzung, aber das ist jetzt meine Chance und die will ich nutzen. Ich habe schließlich die gesamte Saison auf diesen Moment hingearbeitet. Als ich dann auf dem Platz stand, ging alles ganz normal wie immer. Ich habe in der Vorbereitung viel und gut gespielt, auch in der vergangenen Woche 45 Minuten. So war es nicht so schwer reinzukommen. Ich hatte dann auch ganz wenig Arbeit, weil wir sehr gut und hoch verteidigt haben. Es war wichtig, dass wir hinten die Null gehalten haben. Das war auch für mich ein super Tag. Das war ein wichtiges Spiel und ein hochverdienter Sieg heute, weil wir unseren Vorsprung weiter ausbauen wollen. Aber wir schauen immer auf das nächste Spiel, machen Schritt für Schritt, sodass es am Ende der Saison für den Aufstieg reicht.”

Dominik Kaiser (Kapitän Dominik Kaiser): „Dank der mehr als ordentlichen Leistung in der ersten Halbzeit haben wir uns den Zwei-Tore-Vorsprung und die drei Punkte heute mehr als verdient. „Wir sind sehr glücklich, dass wir die gute Phase vor Weihnachten ins neue Jahr übertragen haben. Unser Spiel hat sich in der ersten Hälfte sehr gut angefühlt. Wir waren brandgefährlich, haben extrem gut umgeschaltet.”

„Den Trick vor der Ecke zum 1:0 haben wir gestern zweimal trainiert, einmal von der rechten, einmal von der linken Seite. Der Ablauf hat einfach gestimmt, Braunschweig war überrascht. Wir sind glücklich, dass wir mit so einer Situation in Führung gegangen sind, obwohl wir natürlich auch genügend Chancen aus dem Spiel heraus hatten.” 

Marvin Compper (Innenverteidger RB Leipzig): „Ich bin froh, dass ich mein erstes Tor für RB geschossen habe. Dahinter kann ich auf meiner Checkliste einen Haken machen. Wir haben in der ersten Halbzeit sehr variabel gespielt. Haben mit diversen Spielzügen richtig viele Chancen herausgespielt, so, wie wir uns das vorgenommen hatten. Wir hatten das heute das gesamte Spiel über im Griff.”