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Stimmen zu Greuther Fürth vs. RB Leipzig

Stimmen zu Greuther Fürth vs. RB Leipzig: Yussuf Poulsen: „Es gibt keine schöneren Siege”

Leipzig - Auch ein Gegentreffer in der Nachspielzeit kann RB Leipzig nicht stoppen. Nach dem 2:1-Triumph bei der SpVgg Greuther Fürth zum Abschluss des Jahres 2015 berichten die RBL-Kicker, wie sie den Last-Minute-Siegtreffer erlebt ...

Von Ullrich Kroemer 19.12.2015, 19:08

Auch ein Gegentreffer in der Nachspielzeit kann RB Leipzig nicht stoppen. Nach dem 2:1-Triumph bei der SpVgg Greuther Fürth zum Abschluss des Jahres 2015 berichten die RBL-Kicker, wie sie den Last-Minute-Siegtreffer erlebt haben.

Ralf Rangnick (Trainer RB Leipzig): „Ich bin mit dem Ergebnis, aber auch mit dem Spiel der Mannschaft sehr zufrieden. Ich finde, dass wir von Anfang an das Spiel richtig angenommen haben und im Gegenpressing sehr präsent waren. Bei eigenem Ballbesitz haben wir auch heute wieder nicht alles richtig gemacht. Aber man hat gesehen, dass die Mannschaft versucht, genau das umzusetzen, was wir anstreben: Immer wenn wir den Ball flach und präzise nach vorn gespielt haben, hatten wir auch schon in der ersten Halbzeit gute Möglichkeiten.

In der zweiten Hälfte hatten wir zwischen der 46. und 70. Minute unsere stärkste Phase, in der wir auch das Tor gemacht haben. Da hätten wir natürlich das zweite nachlegen müssen, dann wäre uns diese extrem spannende Schlussphase erspart geblieben. Nach so einem Ausgleichstreffer, der für die Mannschaft in dem Moment sehr bitter war, wieder zurückzukommen, zeigt, welche Entwicklungsschritte das Team in den vergangenen Monaten gemacht hat. Es ist super, mit so einem Gefühl heimzufahren und in die Winterpause zu gehen.”

Stefan Ruthenbeck (Trainer SpVgg Greuther Fürth): „Wir gehen mit einem beschissenen Gefühl in die Winterpause. Die Niederlage war einfach unnötig. Wenn wir den Punkt mitgenommen hätten, wäre es positiv gewesen. So ist es nicht gut. Wir haben uns in der Hinserie mehr ausgerechnet.” (via Sky)

Stefan Ilsanker (Torschütze RB Leipzig): „Es ist ein unglaubliches Gefühl, in allerletzter Minute das Tor zu schießen und so den Herbst zu krönen. Ich habe in der Situation gar nichts gedacht. Auf einmal war der Ball, ich habe den Fuß rausgestreckt und der Ball war drin. Ich wollte noch kurz zum Linienrichter rausschauen, aber da ist schon der Erste auf mich draufgesprungen, und dann bin ich eine Minute nicht mehr hochgekommen.”

„Die Konstanz zum Schluss der Hinrunde war entscheidend. Wir haben in den letzten Spielen viele Siege eingefahren, zuvor waren zu viele Unentschieden dabei, die wir hätten gewinnen müssen. Der Anfang war es ein bisschen holprig, da waren wir noch nicht so konstant. Aber jetzt zum Schluss hat das schon richtig gut ausgesehen. Jeder in der Mannschaft freut sich jetzt, dass er ein wenig abschalten kann, und nächstes Jahr machen wir dann genauso weiter.”

Yussuf Poulsen (Torschütze RB Leipzig): „Es gibt keine schöneren Siege, als wenn man in letzter Minute ein Tor macht. Wir arbeiten aber im nächsten Jahr daran, dass wir nicht in solche Situationen kommen, sondern das 2:0 etwas früher machen. Wir hatten eigentlich auch die Chancen dazu. Sonst war das ein super Spiel von uns heute.”

Marcel Halstenberg (Linksverteidiger RB Leipzig): „Dass wir am Ende den Ausgleich bekamen, war ärgerlich, da Atinc Nukan in der Szene am Boden lag. Ich hätte schon gedacht, dass die Fürther den Ball rausspielen, aber sie haben ihn trotzdem wieder reingeschlagen. Der Schiri pfeift nicht ab und so kriegen wir das 1:1. Dann noch daran zu glauben, dass wir das Spiel noch gewinnen, ist schwer. Wir haben den Ball lang nach vorn gespielt und sind alle nachgerückt, um noch das 2:1 zu machen. Dann holt Davie Selke einen guten Freistoß raus und Ilse steht komplett richtig am zweiten Pfosten. Er hat gesagt: Wir holen uns die Winterkrone, wie das in Österreich heißt. Und er hat Recht behalten.”

„Wir arbeiten Tag für Tag daran, dass wir auch solche Spiele gewinnen und am Ende oben stehen. Die nächsten Tage können wir mal die Füße hochlegen. Aber wenn die Vorbereitung wieder beginnt, arbeiten wir weiter und werden alles dafür geben, unsere Ziele zu erreichen. Ich wurde hier top aufgenommen, habe viele Spiele gemacht und freue mich auf die Rückrunde.”

Willi Orban (Innenverteidiger RB Leipzig): „Wahnsinn. Uns war bewusst, dass das unsere allerletzte Aktion ist. Wir haben alles nach vorn geworfen. Ich sehe nur, dass Dominik den Ball auf den kurzen Pfosten spielt, ich habe ihn versucht zu verlängern, und irgendwann war er dann drin. Ilse hat genau richtig gestanden. Dass wir dieses Spiel noch gewinnen, ist sensationell. Wir sind wieder aufgestanden, haben eine Reaktion gezeigt. Es hat uns in der Hinrunde ausgezeichnet, dass wir nie aufgegeben haben und uns am Ende auch dafür belohnen.”

„Grundsätzlich fühle ich mich sehr, sehr wohl hier, hab’ bis auf eine Partie, in der ich wegen der fünften Gelben Karte gesperrt war, alles gespielt. Leistungsmäßig bin ich immer mehr da, wo ich mich auch sehe. Man sieht ja, dass es auch insgesamt immer besser funktioniert. Das spiegelt sich dann eben auch in der Tabelle wider. Wir stehen in der Winterpause auf Platz eins. Das ist der Lohn für die harte Arbeit.” (mz)